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ChatGPT zeigt ab Ende August Werbung in Europa

Nutzer der Free- und Go-Stufen im EWR und der Schweiz sehen bald Anzeigen — zunächst nur kontextbezogen, Personalisierung erst nach Opt-in.

ChatGPT zeigt ab Ende August Werbung in Europa

Symbolbild · KI-generiert (AI IN LIFE)

Auf einen Blick

  • Start: noch im August 2026 im EWR und der Schweiz, angekündigt am 15. August
  • Betroffen: Free- und Go-Stufen; Plus, Pro, Enterprise, Business, Education bleiben werbefrei
  • Zunächst nur kontextuelle Ausspielung: Gesprächsthema, grober Standort, Gerätetyp
  • Personalisierung nur nach ausdrücklichem Opt-in; unter 18 ausgeschlossen
  • US-Start Februar 2026: CPMs ab 60 Dollar, Mindestbudgets 200.000–250.000 Dollar

OpenAI bringt Werbung in ChatGPT nach Europa: Noch im August erhalten Nutzer der kostenlosen Free-Stufe und des günstigen Go-Abos im Europäischen Wirtschaftsraum und der Schweiz erste Anzeigen. Das teilte das Unternehmen am 15. August mit; zahlende Plus-, Pro-, Enterprise-, Business- und Education-Kunden bleiben werbefrei.

Anders als beim US-Start im Februar 2026 verzichtet OpenAI in Europa zunächst auf Personalisierung. „Zu Beginn werden Anzeigen nicht personalisiert“, heißt es in der Ankündigung. Ausgespielt wird nur nach Kontext: Thema der aktuellen Unterhaltung, grober Standort und Gerätetyp. Frühere Chats, Erinnerungen und der Verlauf bleiben außen vor.

Personalisierte Werbung soll später folgen — aber nur, wenn Nutzer aktiv zustimmen. Für Datenschutz und Vertragsfragen ist die irische Tochter OpenAI Ireland Limited in Dublin zuständig. Minderjährige unter 18 sind automatisch ausgenommen, ebenso sensible Themen wie Gesundheit, psychische Gesundheit und Politik.

Wer keine Werbung will, aber nicht zahlen möchte, bekommt eine Alternative: eine werbefreie Free-Variante mit reduzierten Nachrichtenlimits und weniger Funktionen. Werbetreibende erhalten nur aggregierte Leistungsdaten wie Views und Klicks — keinen Zugriff auf Chats oder persönliche Daten, so OpenAI.

Der Schritt war absehbar: In den USA startete das Anzeigengeschäft mit CPMs ab 60 Dollar und Mindestbudgets im sechsstelligen Bereich; zuletzt wurde der Test auf Großbritannien, Mexiko, Brasilien, Japan und Südkorea ausgeweitet. Europa ist wegen DSGVO und Digital Markets Act der heikelste Markt — entsprechend vorsichtig fällt der Start aus.

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Häufige Fragen

Wer sieht die Werbung?

Nutzer der Free- und Go-Stufen im EWR und der Schweiz. Alle Bezahlstufen ab Plus bleiben werbefrei; unter 18-Jährige sind ausgenommen.

Welche Daten nutzt OpenAI für die Anzeigen?

Zum Start nur den Kontext: Thema der laufenden Unterhaltung, groben Standort und Gerätetyp. Frühere Chats, Memory und Verlauf werden nicht verwendet.

Kommt personalisierte Werbung?

Ja, aber erst später und nur mit ausdrücklicher Zustimmung. Wer ablehnt, sieht weiter nur kontextbezogene Anzeigen — oder wählt die werbefreie Free-Variante mit reduzierten Limits.