DeepSeek bringt V4 Pro – und erhöht API-Preise drastisch
DeepSeek schickt V4-Pro in die Produktion, öffnet sein Agent-Framework als Open Source – und hebt API-Preise um bis zu 1.100 Prozent an, ab 16. August.

Symbolbild · KI-generiert (AI IN LIFE)
Auf einen Blick
- V4-Pro-0813 ist in Produktion; Kontextfenster bleibt bei einer Million Tokens.
- API-Preise steigen laut Caixin um bis zu 1.100 Prozent, wirksam ab 16. August 2026.
- Cache-Hits verteuern sich von 0,003625 auf 0,022 Dollar pro Million Tokens (Off-Peak).
- Benchmarks: Terminal Bench 2.1 von 72,1 auf 87,9; DeepSWE von 12,8 auf 62,7.
- Agent-Framework „DeepSeek Harness v0.1“ erscheint unter MIT-Lizenz; 712 Beta-Projekte in drei Tagen.
DeepSeek hat sein Flaggschiff-Modell V4-Pro (Version 0813) offiziell aus der Testphase in die Produktion überführt – und gleichzeitig eine kräftige Preiserhöhung angekündigt. Laut Caixin steigen einzelne API-Preise um bis zu 1.100 Prozent. Auch The Decoder und Android Headlines berichten über den Schritt.
Das Modell behält seine Parameterzahl und das Kontextfenster von einer Million Tokens. Neu sind native Unterstützung für OpenAIs Responses API samt Codex-Integration sowie einstellbare Reasoning-Stufen („low“, „high“, „max“).
Bei agentischen Benchmarks legt V4-Pro deutlich zu: Terminal Bench 2.1 steigt von 72,1 auf 87,9 Punkte, DeepSWE von 12,8 auf 62,7. Im Intelligence Index von Artificial Analysis liegt das Modell mit 53 Punkten allerdings weiter hinter Claude Opus 5 (63), Kimi K3 (60) und Qwen 3.8 Max (58).
Die neuen Preise gelten ab dem 16. August: DeepSeek führt Peak- und Off-Peak-Tarife nach chinesischen Geschäftszeiten ein. Der Off-Peak-Input steigt von 0,435 auf 0,66 Dollar pro Million Tokens. Am stärksten trifft es Cache-Hits: von 0,003625 auf 0,022 Dollar – besonders relevant für Agent-Workflows, die wiederholt dieselben Dateien lesen. Trotz allem bleibt DeepSeek deutlich günstiger als westliche Frontier-Modelle.
Parallel öffnet das Unternehmen seine Agent-Software: „DeepSeek Harness v0.1“ erscheint unter MIT-Lizenz als modulares Framework mit Session-Tracking, Run-Resumption und Branching. Die Developer-Preview zog nach Unternehmensangaben binnen drei Tagen 712 Beta-Projekte an.
Häufige Fragen
Warum erhöht DeepSeek die Preise?
Das Unternehmen setzt auf Monetarisierung seines Flaggschiffs: Mit Peak-/Off-Peak-Tarifen und teureren Cache-Hits werden vor allem intensive Agent-Workflows stärker bepreist. Trotzdem bleibt DeepSeek günstiger als westliche Frontier-Modelle.
Was ändert sich für Agent-Entwickler?
Am meisten schlagen die Cache-Hit-Preise durch, die von 0,003625 auf 0,022 Dollar steigen – teuer für Agents, die wiederholt identische Dateien lesen. Dafür gibt es mit Harness v0.1 ein offenes MIT-Framework.
Wie stark ist V4-Pro im Vergleich?
Bei Agent-Benchmarks legt es massiv zu, im Intelligence Index von Artificial Analysis liegt es mit 53 Punkten aber hinter Claude Opus 5, Kimi K3 und Qwen 3.8 Max.


