Lyria 3.5: Google bringt Musik-KI in die Gemini-App
Das Musikmodell erzeugt Gesang und Arrangements auf Zuruf, läuft auch in Flow Music, AI Studio und Vids – trainiert laut Google nur auf lizenzierten Inhalten.
Symbolbild: In einem kleinen Studio schiebt eine Hand einen Regler am Mischpult, während auf einem Telefon abstrakte Wellenformblöcke laufen.
Google hat Lyria 3.5 freigeschaltet: Das Musikmodell erzeugt Stücke mit Gesang jetzt direkt in der Gemini-App und über eine API.
Auf einen Blick
- Lyria 3.5 ist in der Gemini-App und über eine API verfügbar.
- Laut Google: ausdrucksstärkerer Gesang und reichere Arrangements als beim Vorgänger.
- Weitere Zugänge: Google Flow Music, Google AI Studio und Google Vids.
- Google erklärt, nur lizenzierte Inhalte genutzt zu haben – ohne Details zu den Trainingsdaten.
Google hat sein Musikmodell Lyria 3.5 freigeschaltet – direkt in der Gemini-App und über eine API. Wer eine Beschreibung eingibt, bekommt ein fertiges Stück zurück, wahlweise mit Gesang oder rein instrumental. Laut Google liefert die neue Version ausdrucksstärkeren Gesang und reichere musikalische Arrangements als der Vorgänger.
Was in der Gemini-App möglich ist
In der App lassen sich Genre und Stil vorgeben, dazu die Wahl zwischen Gesang und Instrumental sowie zwischen kurzen und längeren Stücken. Vorlagen sollen den Einstieg abkürzen, etwa für Hintergrundmusik oder einen personalisierten Geburtstagssong. Das zielt weniger auf Musikprofis als auf Gelegenheitsnutzer, die schnell ein Stück für ein Video oder einen Anlass brauchen.
Vier Wege zum selben Modell
Lyria 3.5 steckt außerdem in Google Flow Music, wo der Konzern erweiterte Funktionen verspricht, in Google AI Studio für Entwicklerinnen und Entwickler sowie in Google Vids. Die API öffnet das Modell für fremde Produkte. Google verteilt dieselbe Technik damit gleichzeitig über Konsumenten-App, Kreativwerkzeug und Entwicklerplattform.
Die Lizenzfrage als Abgrenzung
Google betont, das Lyria-Modell sei ausschließlich auf lizenzierten Inhalten trainiert worden, und grenzt sich damit ausdrücklich von Suno ab. Konkrete Angaben zu den Trainingsdaten macht der Konzern jedoch nicht. Die Aussage bleibt eine Selbstauskunft, die von außen niemand nachprüfen kann.
Was offen bleibt
Aus den vorliegenden Berichten geht nicht hervor, in welchen Ländern und Sprachen Lyria 3.5 verfügbar ist, welche Limits für Länge oder Anzahl der Stücke gelten und was die API kostet. Auch zu den Nutzungsrechten an erzeugten Songs und zur Kennzeichnung generierter Audiodateien liegen keine Angaben vor. Diese Punkte sind hier nicht verifiziert und werden deshalb nicht als gesichert dargestellt.
Häufige Fragen
Was ist Lyria 3.5?
Googles Musikgenerierungsmodell, das aus einer Textbeschreibung ein Stück mit oder ohne Gesang erzeugt. Es ist der Nachfolger der bisherigen Lyria-Version und soll ausdrucksstärkeren Gesang liefern.
Wo kann ich Lyria 3.5 nutzen?
In der Gemini-App, in Google Flow Music mit erweiterten Funktionen, in Google AI Studio, in Google Vids sowie über eine API für eigene Anwendungen.
Wurde Lyria 3.5 mit lizenzierter Musik trainiert?
Google sagt ja und stellt das als Unterschied zu Suno dar. Welche Kataloge oder Datensätze dahinterstehen, teilt der Konzern nicht mit, sodass sich die Angabe von außen nicht prüfen lässt.