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Microduck: Hugging Face bringt Roboter-Ente für 399 Dollar

Die zweibeinige Ente ist 25 Zentimeter groß, kann rollschuhlaufen und wird quelloffen ausgeliefert — samt Trainings-Stack auf GitHub.

Microduck: Hugging Face bringt Roboter-Ente für 399 Dollar

Illustration: Ein handgroßer zweibeiniger Roboter auf kleinen Rollschuhen gleitet im Morgenlicht über den Betonboden einer Werkstatt.

Hugging Face verkauft über seine Tochter Pollen Robotics einen 25 Zentimeter großen, quelloffenen Laufroboter in Entenform für 399 Dollar, Auslieferung vor Weihnachten 2026.

Auf einen Blick

  • Microduck: zweibeiniger Roboter, 25 Zentimeter hoch, 399 Dollar, vorbestellbar bei Pollen Robotics.
  • Sensorik laut TechCrunch: eine Kamera, Lidar-Sensoren und zwei IMUs (Lagesensoren).
  • Bewegungen: watscheln, hocken, mit dem Schnabel greifen, sich selbst aufrichten, Rollschuh fahren.
  • SDK, Simulation und der Stack für bestärkendes Lernen liegen offen auf GitHub.
  • Hugging Face kaufte Pollen Robotics im April 2025, Reachy Mini folgte im Juli 2025.

Hugging Face verkauft ab sofort eine Roboter-Ente. Der Microduck kostet 399 Dollar, misst 25 Zentimeter und läuft auf zwei Beinen. Vorbestellungen nimmt die französische Tochter Pollen Robotics entgegen, ausgeliefert werden soll das Gerät noch vor Weihnachten 2026.

Was das Gerät körperlich kann

Der Microduck watschelt, geht in die Hocke, hebt Gegenstände mit dem Schnabel auf und richtet sich nach einem Sturz selbst wieder auf. Dazu kommt der Trick, der dem Roboter die meiste Aufmerksamkeit eingebracht hat: Rollschuhlaufen.

An Sensorik nennt TechCrunch eine Kamera, Lidar-Sensoren und zwei IMUs, also Lagesensoren, die Neigung und Beschleunigung messen. Genau diese Kombination braucht ein zweibeiniger Körper, um das Gleichgewicht laufend nachzuregeln. The Verge beschreibt den Roboter als einäugigen Zweibeiner und nennt vier Farbvarianten: Cremeweiß, Graphit, Lavendel und Himmelblau.

Der eigentliche Punkt: quelloffen trainierbar

Der Microduck ist kein fertig programmiertes Spielzeug. Pollen Robotics stellt SDK, Simulationsumgebung und den kompletten Stack für bestärkendes Lernen (Reinforcement Learning) auf GitHub bereit. Neue Bewegungen lassen sich in der Simulation antrainieren und anschließend direkt auf das Gerät spielen; bestehende Verhalten können nachtrainiert werden.

Hugging-Face-Chef Clem Delangue nennt das Ergebnis einen quelloffenen Roboter, dem man per bestärkendem Lernen neue Kunststücke beibringen kann, und spricht von einer Ära bezahlbarer offener Roboter, die physische KI und Weltmodelle breiter zugänglich machen soll. Das ist eine Absichtserklärung des Herstellers, kein gemessenes Ergebnis.

Zweiter Anlauf nach Reachy Mini

Hugging Face hatte Pollen Robotics im April 2025 übernommen und im Juli 2025 den Tischroboter Reachy Mini vorgestellt. Der ist weiterhin in zwei Ausführungen zu haben: für 499 Dollar mit Raspberry Pi an Bord und als Lite-Variante für 399 Dollar, die an Mac oder PC hängt.

Der Microduck kostet damit so viel wie die günstigste Reachy-Mini-Version, bewegt sich aber frei durch den Raum, statt auf dem Schreibtisch zu stehen. Für ein Unternehmen, das vor allem als Umschlagplatz für Modelle und Datensätze bekannt ist, ist das der zweite Schritt in die Hardware innerhalb von gut einem Jahr.

Was offen bleibt

Weder TechCrunch noch die verfügbare Zusammenfassung von The Verge nennen Akkulaufzeit, Rechenleistung an Bord oder Traglast — diese Werte lassen sich derzeit nicht belegen. Ebenfalls unbestätigt ist der Konzernhintergrund: TechCrunch verweist auf Berichte, wonach Nvidia Hugging Face für 13 Milliarden Dollar übernehmen soll. Ein Abschluss ist damit nicht bestätigt.

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Häufige Fragen

Was kostet der Microduck und wann wird er geliefert?

Der Roboter kostet 399 Dollar und ist bei Pollen Robotics vorbestellbar. Die Auslieferung soll vor Weihnachten 2026 beginnen.

Wie groß ist der Microduck?

Er ist rund 25 Zentimeter hoch — ein zweibeiniger Roboter in Entenform, der auf einen Schreibtisch passt.

Ist der Microduck wirklich Open Source?

Pollen Robotics veröffentlicht SDK, Simulation und den Trainings-Stack für bestärkendes Lernen auf GitHub. Bewegungen lassen sich damit selbst antrainieren und nachtrainieren.