i-have-adhd: Skill zwingt Coding-Agenten zur Kurzform
Zehn Regeln, rund 31.100 Sterne: Das Repository von ayghri schreibt die Antwortform von Coding-Agenten um – Aktion zuerst, kein Nachwort.
Symbolbild: Eine Hand tippt an einer Entwickler-Workstation, während auf dem Monitor ein einzelner hervorgehobener Block über blass gehaltenen Blöcken steht.
i-have-adhd ist ein frei kopierbarer Skill, der Coding-Agenten über zehn Ausgaberegeln dazu bringt, die eigentliche Antwort in die erste Zeile zu stellen statt ans Ende eines Erklärtextes.
Auf einen Blick
- Repository ayghri/i-have-adhd: MIT-Lizenz, rund 31.100 Sterne, 1.900 Forks, 104 Watcher, 194 Commits beim Abruf.
- Der gesamte Skill steckt in einer Datei: skills/i-have-adhd/SKILL.md mit zehn Regeln zur Antwortform.
- Regel 1 und Regel 10: mit der nächsten Aktion beginnen; kein Vorwort, keine Zusammenfassung, kein Schlusssatz.
- Listen dürfen höchstens fünf Einträge haben, Zeitangaben sollen in Minuten erfolgen statt vage zu bleiben.
- Eigene Ablagen für Claude Code, Cursor, Gemini, Codex und OpenCode; Anpassung läuft über einen Fork.
Die Antwort zuerst: i-have-adhd ändert nichts am Modell, sondern nur an der Form seiner Ausgabe – die Handlungsanweisung steht in der ersten Zeile, das Drumherum entfällt. Das Repository von ayghri steht unter MIT-Lizenz und weist beim Abruf rund 31.100 Sterne, 1.900 Forks, 104 Watcher und 194 Commits aus.
Zehn Regeln, eine einzige Datei
Der Inhalt steckt in skills/i-have-adhd/SKILL.md. Die zehn Regeln betreffen ausschließlich die Antwortform, nicht die Fachlichkeit: mit der nächsten Aktion beginnen, mehrstufige Aufgaben durchnummerieren, mit genau einem konkreten nächsten Schritt enden.
- Abschweifungen unterdrücken und den aktuellen Stand in jeder Runde neu benennen.
- Zeitangaben konkret in Minuten statt als unbestimmtes „gleich“.
- Fortschritte sichtbar machen, Fehler nüchtern benennen statt entschuldigend verpacken.
- Listen auf fünf Einträge deckeln.
- Regel zehn im Original: „No preamble. No recap. No closers.“
Wogegen sich das richtet
Das Repository führt ein Vorher-Nachher-Beispiel vor: Statt zuerst die Komplexität eines Auth-Flows auszubreiten, soll der Agent direkt den Installationsbefehl sowie die zu ändernde Datei samt Zeilennummer nennen und danach die Schritte nummerieren. Der Zielkonflikt ist damit offen benannt – Kontext, den ein Agent zur eigenen Absicherung mitliefert, kostet beim Lesen genau die Zeit, in der die eigentliche Anweisung gesucht werden muss.
Der Projektname ist dabei nicht als Diagnose gemeint. Die Kurzbeschreibung stellt ausdrücklich klar, dass für die Nutzung keine ADHS-Diagnose nötig ist.
Installation und Anpassung
Für Claude Code ist ein Plugin-Befehl vorgesehen, daneben liegen im Repository eigene Ablagen für Cursor, Gemini, Codex und OpenCode. Wer andere Regeln will, forkt das Projekt und ändert die eine Markdown-Datei: Der Skill ist als Textkonvention gebaut, nicht als Programm.
Was wir nicht prüfen konnten
Für diesen Text war nur die Projektseite auf GitHub abrufbar. Die Sterne- und Fork-Zahlen sind gerundete Anzeigewerte der Plattform und ändern sich laufend; eine unabhängige zweite Quelle zur tatsächlichen Verbreitung des Skills liegt uns nicht vor. Ob die Regeln die Antwortqualität messbar verbessern, ist nicht belegt – das Repository liefert Beispiele, keine Messung.
Häufige Fragen
Was ist der Skill i-have-adhd?
Eine Markdown-Datei für Coding-Agenten mit zehn Regeln zur Antwortform: Aktion zuerst, nummerierte Schritte, Listen mit höchstens fünf Einträgen, kein Vorwort und kein Schlusssatz.
Braucht man eine ADHS-Diagnose, um i-have-adhd zu nutzen?
Nein. Das Projekt schreibt ausdrücklich, dass keine Diagnose nötig ist; die Regeln zielen auf kürzere, direkt umsetzbare Antworten für alle Nutzenden.
Mit welchen Coding-Agenten funktioniert i-have-adhd?
Das Repository nennt Claude Code, Cursor, Gemini, Codex und OpenCode und hinterlegt für jeden dieser Agenten einen eigenen Ablagepfad; die MIT-Lizenz erlaubt eigene Forks.