useAgent: Open-Source-Kollege mit eigenem Cloud-Rechner
Das Projekt bündelt Claude Code, Codex und OpenCode hinter einem Vertrag und gibt jedem Thread eine eigene Linux-Maschine. Noch Alpha, AGPL v3.
Illustration: eine Reihe leerer Arbeitsplätze mit leuchtenden Bildschirmen in einem abendlichen Großraumbüro.
useAgent ist ein quelloffener Orchestrator, der Coding-Agenten wie Claude Code, Codex und OpenCode in einer isolierten Linux-Umgebung arbeiten lässt und fertige Ergebnisse zurückgibt.
Auf einen Blick
- Lizenz: GNU AGPL v3.0; das Projekt bezeichnet sich selbst als Alpha-Software, APIs und Schemata können sich noch ändern.
- Stand des Abrufs: 129 Sterne, 2 Forks, 1.356 Commits, 0 offene Issues und 0 offene Pull Requests.
- Unterstützte Engines: Claude Code, Codex und OpenCode hinter einer gemeinsamen, anbieterneutralen Ereignisschnittstelle.
- Voraussetzungen: Bun als Laufzeit, Postgres ab 16 mit pgvector; Backend auf Port 3201, Oberfläche auf Port 3400.
- Sandbox pro Thread: Terminal, Repositories, Browser und noVNC-Desktop mit MP4-Mitschnitt; Zugangsdaten bleiben draußen.
useAgent ist ein quelloffener Orchestrator, der Coding-Agenten wie Claude Code, Codex und OpenCode in einer isolierten Linux-Umgebung arbeiten lässt und fertige Ergebnisse zurückgibt. Das Repository liegt unter useagenthq/useagent und steht unter der GNU AGPL v3.0. Den eigenen Reifegrad geben die Entwickler ausdrücklich als Alpha an.
Ein Vertrag für drei Agenten-CLIs
Kern des Projekts ist eine gemeinsame, anbieterneutrale Ereignisschnittstelle. Dahinter lassen sich Claude Code, Codex und OpenCode austauschen, ohne dass die aufrufende Anwendung den Wechsel bemerkt. Jeder Lauf wird als Ereignisfolge in einer Postgres-Datenbank abgelegt, sodass sich der Verlauf später Schritt für Schritt nachvollziehen lässt.
Als mögliche Ergebnisse nennt die Projektbeschreibung Websites, Präsentationen, Tabellen, Rechercheberichte und getestete Pull Requests. Die Agenten sollen dabei auf dem Abonnement laufen, das ein Team ohnehin besitzt. Eine eigene Preisliste veröffentlicht das Projekt nicht.
Jeder Thread bekommt einen eigenen Rechner
Statt eines gemeinsamen Arbeitsverzeichnisses erhält jeder Thread eine abgeschottete Linux-Workstation. Dazu gehören Terminal, Repositories, ein Browser und ein sichtbarer Desktop über noVNC, der als MP4 mitgeschnitten wird. Zugangsdaten bleiben nach Angaben der Entwickler außerhalb dieser Sandbox: Wissen, Gedächtnis, Skills, GitHub, Websuche, Desktop-Steuerung und die Veröffentlichung von Artefakten laufen als typisierte Werkzeuge über das Backend.
Dieses Muster trennt die Rechte des Agenten von den Rechten der Person, die ihn beauftragt. Ob die Trennung im Betrieb hält, lässt sich aus der Projektbeschreibung allein nicht beurteilen.
Installation, Kanäle und Selbstbetrieb
Die Schnellstart-Anleitung setzt die Laufzeitumgebung Bun sowie Postgres ab Version 16 mit der Erweiterung pgvector voraus; dafür liegt ein Docker-Aufruf mit dem Image pgvector/pgvector:pg16 bei, weil Standard-Images die Erweiterung nicht mitbringen. Das Backend hört auf Port 3201, die Oberfläche auf Port 3400.
Als Zugangswege nennt das Repository eine Web-App, Slack, eine REST-API und Zeitpläne. Slack und GitHub sind nativ angebunden, Gmail, Linear, Notion und HubSpot über Konnektoren. Für den Eigenbetrieb kommen laut Beschreibung beliebige Linux-Hosts infrage – AWS, Google Cloud, Azure, Hetzner oder eigene Hardware – mit zwei austauschbaren Sandbox-Backends, Daytona und CubeSandbox.
Was sich nicht überprüfen ließ
Für diesen Beitrag stand nur eine unabhängige Quelle zur Verfügung: das Repository selbst. Eine zweite Redaktion, die das Projekt geprüft hätte, war zum Zeitpunkt der Recherche nicht auffindbar. Alle Angaben zu Architektur, Sicherheitsmodell und Funktionsumfang sind damit Selbstauskünfte der Entwickler und keine unabhängig gemessenen Werte.
Ebenfalls offen: Ein Versionsstand oder Release-Tag ist nicht ausgewiesen, ein Datum der ersten Veröffentlichung ebenso wenig. Die Werte 129 Sterne, 2 Forks und 1.356 Commits sind eine Momentaufnahme des Abrufs. Die Entwickler weisen selbst darauf hin, dass sich Schnittstellen und Schemata zwischen Versionen ändern können.
Häufige Fragen
Was kostet useAgent?
Das Repository nennt kein Preismodell. Der Code steht unter der GNU AGPL v3.0, die Agenten sollen auf dem vorhandenen Abonnement für Claude Code, Codex oder OpenCode laufen.
Was braucht man, um useAgent selbst zu betreiben?
Die Laufzeitumgebung Bun und Postgres ab Version 16 mit der Erweiterung pgvector. Das Backend startet auf Port 3201, die Oberfläche auf Port 3400; als Host genügt laut Projekt ein beliebiger Linux-Server.
Ist useAgent für den Produktivbetrieb geeignet?
Nach eigener Angabe nicht: Das Projekt kennzeichnet sich als Alpha-Software und warnt, dass sich Schnittstellen und Schemata zwischen Versionen ändern können.