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Metas KI-Agent Muse soll Alltagsaufgaben erledigen

Der Agent bucht Reisen, füllt Formulare aus und zahlt per Stripe-Anbindung. Meta verspricht eine abgeschottete VM — und trägt eine lange Datenschutzakte.

Metas KI-Agent Muse soll Alltagsaufgaben erledigen

Symbolbild: Ein Assistenzsystem auf einem Küchentresen arbeitet eine Buchung ab, während im Hintergrund die Statusleuchten eines kleinen Servers blinken.

Meta hat am 08.09.2026 den KI-Agenten Muse vorgestellt, der Aufgaben wie Reisebuchungen, Formulare und Zahlungen selbst ausführt und in einer kostenlosen sowie zwei kostenpflichtigen Stufen zu 20 und 100 US-Dollar pro Monat startet.

Auf einen Blick

  • Vorgestellt am 08.09.2026; Grundlage ist Metas Modell Muse Spark 1.3.
  • Verfügbar über muse.ai, iOS, Android und WhatsApp; die KI-Brillen sollen folgen.
  • Preise: kostenlose Stufe, Power für 20 US-Dollar, Maximum für 100 US-Dollar pro Monat.
  • Muse Secure VM mit eigenem Browser; ein zweiter Agent namens Sentinel überwacht mit.
  • Vorbelastung: 5 Milliarden US-Dollar FTC-Strafe 2019, 18 Milliarden US-Dollar Vergleich im August 2026.

Meta hat am 08.09.2026 einen persönlichen KI-Agenten namens Muse vorgestellt, der Aufgaben nicht nur bespricht, sondern ausführt: Reisen buchen, Formulare ausfüllen, E-Mails verschicken, Rechnungen senken, Einkäufe bezahlen. Grundlage ist das hauseigene Modell Muse Spark 1.3. TechCrunch beschreibt den Start als Metas bislang größten Vorstoß bei Consumer-KI.

Vom Chatbot zum Handelnden

Der Unterschied zur bisherigen Assistenzgeneration liegt im Zugriff. Muse verbindet sich mit E-Mail, Kalender, Zahlungsdiensten, Gesundheits- und Fitness-Apps, Smart-Home-Diensten sowie Plattformen für Essen, Shopping, Musik und Veranstaltungen. Aus einem Rezept wird eine Einkaufsliste, aus einer Idee eine verschickte Einladung. Zahlungen laufen über die Anbindung Link by Stripe.

Wer will, gibt dem Agenten einen Namen, ein Aussehen und einen Kommunikationsstil. Das ist Kosmetik. Der eigentliche Bruch ist, dass ein Programm im Namen des Kontos handelt.

Drei Stufen, eine Gratisvariante

Muse startet über die Website muse.ai, als App für iOS und Android sowie in WhatsApp; für Metas KI-Brillen ist der Agent angekündigt. Neben der kostenlosen Stufe gibt es Power für 20 US-Dollar pro Monat und Maximum für 100 US-Dollar pro Monat. Meta erwartet, dass die meisten Konten in der Gratisvariante bleiben, und blendet dafür einen Verbrauchszähler mit dem verbleibenden Kontingent ein.

Die Absicherung, die Meta beschreibt

Nach Darstellung des Unternehmens arbeitet der Agent in einer eigenen abgeschotteten Umgebung, der Muse Secure VM, mit einem separaten Browser. Passwörter und Zahlungsmittel sollen darin für den Agenten nicht einsehbar sein. Ein zweiter Agent namens Sentinel soll die Ausführung überwachen. Zudem sollen Gespräche und Daten aus Muse nicht in die Werbesysteme fließen.

Das Vertrauensproblem

Genau hier trägt das Unternehmen die schwerste Last. TechCrunch listet die Vorgeschichte auf: einen FTC-Vergleich 2011 wegen irreführender Angaben, 2019 eine Rekordstrafe der FTC über 5 Milliarden US-Dollar, 2023 erneut Vorwürfe der Behörde wegen Verstößen gegen Auflagen, dazu im Klartext gespeicherte Passwörter und den Fall Cambridge Analytica.

Jünger sind ein Vergleich über 18 Milliarden US-Dollar im August 2026 in einem Verfahren mehrerer US-Bundesstaaten zu Schäden für Kinder durch soziale Medien sowie ein Urteil über 942 Millionen US-Dollar in New Mexico. Ein Agent, der Postfach, Kalender und Karte zusammenführt, verlangt mehr Vertrauen als ein Newsfeed.

Was in diesem Text nicht geprüft ist

Für diesen Artikel war allein die Darstellung von TechCrunch abrufbar; die Berichte von The Verge und Wired ließen sich nicht öffnen. Die Angaben zur Technik stammen daher aus Metas eigener Darstellung, wiedergegeben durch eine Redaktion — unabhängig überprüft ist die Wirksamkeit der Muse Secure VM nicht. Auch Nutzungszahlen, ein bezifferter Investitionsbetrag und ein Termin für die Brillen-Version liegen uns nicht vor.

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Häufige Fragen

Was kostet Metas KI-Agent Muse?

Es gibt eine kostenlose Stufe. Power kostet 20 US-Dollar pro Monat, Maximum 100 US-Dollar pro Monat. Laut Meta bleiben die meisten Nutzenden bei der Gratisvariante; ein Verbrauchszähler zeigt das verbleibende Kontingent an.

Auf welchen Geräten läuft Muse?

Über muse.ai im Browser, als App für iOS und Android sowie in WhatsApp. Für Metas KI-Brillen ist der Agent angekündigt, dort aber noch nicht verfügbar; einen Termin nennt die uns vorliegende Quelle nicht.

Kann Muse wirklich selbst bezahlen?

Ja, über die Anbindung Link by Stripe schließt der Agent Käufe ab. Meta gibt an, dass er dabei in einer abgeschotteten VM arbeitet und keine Einsicht in Passwörter oder Zahlungsdaten hat. Unabhängig geprüft ist das nicht.