Meta startet Muse: ein persönlicher KI-Agent, der Aufgaben selbst erledigt
Muse bucht Reisen, schreibt E-Mails und kauft ein — gegen Bezahlung. Mitarbeiter von Meta haben bereits Sicherheitslücken gemeldet.

Symbolbild · KI-generiert (AI IN LIFE)
Auf einen Blick
- Start: 8. September 2026, zunächst nur USA, iOS/Android/Web (muse.ai)
- Antrieb: Modell "Muse Spark 1.3", läuft auf "Muse Secure VM"
- Preise: kostenlose Basisstufe plus 20 USD und 100 USD im Monat
- Freigabepflicht: Nutzer muss sensiblen Aktionen (Nachrichten, Ausgaben) ausdrücklich zustimmen
- Sicherheitsfrage: eigene Meta-Mitarbeiter meldeten laut Forbes bereits Sicherheitslücken
Meta hat am 8. September 2026 mit Muse einen persönlichen KI-Agenten vorgestellt, der Aufgaben nicht nur beantwortet, sondern eigenständig ausführt. Das Produkt ist Teil von Mark Zuckerbergs Vision, jedem Nutzer einen persönlichen KI-Assistenten zur Seite zu stellen.
Statt nur Fragen zu beantworten, übernimmt Muse konkrete Handlungen im Namen des Nutzers: E-Mails versenden, Reisen buchen, Formulare ausfüllen, online einkaufen. Der Rollout startet zunächst in den USA für iOS, Android und die Website muse.ai; Unterstützung für Metas KI-Brillen ist angekündigt.
Technisch läuft Muse auf einer eigens abgesicherten virtuellen Maschine namens Muse Secure VM und wird von Metas bislang leistungsfähigstem Modell, Muse Spark 1.3, angetrieben. Der Dienst ist sowohl als eigene App als auch innerhalb von WhatsApp nutzbar.
Preislich gibt es eine kostenlose Stufe, die nach Metas Angaben für die meisten Alltagsaufgaben ausreicht, sowie zwei kostenpflichtige Tarife für 20 beziehungsweise 100 US-Dollar im Monat für intensivere Nutzung. Vor sensiblen Aktionen — etwa dem Versenden einer Nachricht im Namen des Nutzers oder einer Zahlung — muss der Nutzer laut Meta ausdrücklich zustimmen.
Kurz nach dem Launch berichtete Forbes, dass eigene Mitarbeiter von Meta bereits Sicherheitslücken in dem neuen Agenten gemeldet hätten. Ein zusätzlicher, stärker abgeschotteter Modus namens Muse Confidential VM ist für später im Jahr 2026 angekündigt.
Häufige Fragen
Was unterscheidet Muse von einem klassischen Chatbot?
Ein klassischer Chatbot beantwortet Fragen. Muse ist darauf ausgelegt, im Namen des Nutzers tatsächlich zu handeln — etwa eine Reise zu buchen oder ein Formular abzuschicken —, statt nur eine Anleitung dafür zu liefern.
Ist es sicher, Muse Zahlungen oder Nachrichten zu überlassen?
Meta verlangt nach eigenen Angaben vor jeder sensiblen Aktion die ausdrückliche Zustimmung des Nutzers. Berichten zufolge haben jedoch bereits eigene Mitarbeiter Sicherheitslücken gemeldet, weshalb zur Vorsicht geraten wird, bis diese behoben sind.
Kommt Muse auch nach Europa oder Deutschland?
Der Start erfolgt zunächst ausschließlich in den USA. Meta hat bislang keinen Termin für eine internationale Ausweitung genannt.


