Samsung führt 3-Milliarden-Runde bei Mistral an
Die Finanzierung bewertet das französische KI-Unternehmen mit mehr als 21 Milliarden Euro. Das Geld soll in Rechenkapazität und offene Modelle fließen.
Symbolbild: Am Konferenztisch wird eine Finanzierungsvereinbarung unterschrieben, hinter der Glaswand blinken die Statusleuchten eines Serverschranks.
Mistral hat in einer Serie-D-Runde 3 Milliarden Euro eingesammelt, angeführt von Samsung Electronics und mit einer Bewertung von mehr als 21 Milliarden Euro nach dem Abschluss.
Auf einen Blick
- Volumen: 3 Milliarden Euro in einer Serie-D-Runde; Bewertung nach Abschluss über 21 Milliarden Euro.
- Angeführt von Samsung Electronics; als Co-Lead der von EQT verwaltete Scaleup Europe Fund und PSG Equity.
- Neu im Gesellschafterkreis: Advent, BlackRock und das Großherzogtum Luxemburg.
- Mistral nennt 20 Länder und mehr als 125 Großkunden, darunter Airbus, ASML und HSBC.
- Die Serie C hatte ASML angeführt; Mistral spricht von der größten Eigenkapitalrunde eines europäischen Tech-Unternehmens.
Mistral hat eine Serie-D-Runde über 3 Milliarden Euro abgeschlossen. Die Bewertung nach dem Abschluss liegt bei mehr als 21 Milliarden Euro. Angeführt wird die Runde von Samsung Electronics, als Co-Lead treten der von EQT verwaltete Scaleup Europe Fund und PSG Equity auf. Das Unternehmen selbst bezeichnet die Transaktion als größte Eigenkapitalfinanzierung, die ein europäisches Technologieunternehmen bislang abgeschlossen hat.
Wer das Geld gibt
Neben Samsung sind mit Advent, BlackRock und dem Großherzogtum Luxemburg drei neue Geldgeber an Bord. Aus dem bestehenden Kreis beteiligen sich unter anderem a16z, ASML, Bpifrance, DST Global, General Catalyst, Index Ventures, Lightspeed, NVIDIA und Salesforce Ventures. Die vorangegangene Serie C hatte ASML angeführt, ein Ausrüster der Chipindustrie und kein Finanzinvestor. Mit Samsung übernimmt nun zum zweiten Mal in Folge ein Industriekonzern die Führung einer Mistral-Runde.
Wofür das Geld gedacht ist
Mistral nennt vier Verwendungszwecke: Forschung an Modellen an der Leistungsgrenze, mehr Rechenkapazität für das Training, den Ausbau der Infrastruktur sowie schnelleres kommerzielles Wachstum im Ausland. Beträge pro Posten nennt die Mitteilung nicht. Auch zu Standorten, Leistung in Megawatt oder Zeitplänen für neue Rechenzentren steht dort nichts.
Souveränität als Verkaufsargument
Im Mittelpunkt der Ankündigung stehen offene Gewichte und eine, wie Mistral es nennt, „souveräne KI-Schicht“: Kontrolle über Datengrenzen, anpassbare Modelle, private Rechenkapazität und prüfbare Produktivsysteme. Zum Angebot zählt das Unternehmen unter anderem Vibe, Vibe for Code, Studio, Forge und eine AI Cloud sowie die Modelle Mistral OCR 4, Mistral Medium 3.5, Mistral Small 4 und Voxtral TTS. Als Kunden werden Airbus, ASML und HSBC genannt; insgesamt spricht Mistral von mehr als 125 Großkunden in 20 Ländern.
Was offen bleibt
Die Mitteilung trägt kein Veröffentlichungsdatum und enthält keine namentlich zugeordneten Zitate. Wie sich die Anteile nach der Runde verteilen und welchen Anteil Samsung hält, wird ebenfalls nicht beziffert. Für diese Meldung stand nur eine unabhängige Quelle zur Verfügung, diese Lücken ließen sich daher nicht schließen.
Häufige Fragen
Wie viel Geld hat Mistral eingesammelt?
3 Milliarden Euro in einer Serie-D-Runde. Die Bewertung nach dem Abschluss liegt bei mehr als 21 Milliarden Euro.
Wer hat die Mistral-Runde angeführt?
Samsung Electronics. Als Co-Lead nennt Mistral den von EQT verwalteten Scaleup Europe Fund und PSG Equity.
Wofür will Mistral das Geld ausgeben?
Für Forschung, Rechenkapazität zum Training, Infrastruktur und kommerzielles Wachstum. Einzelbeträge dafür nennt das Unternehmen nicht.