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Pew-Studie: Ein Drittel neuer Webseiten trägt KI-Spuren

490.000 analysierte Webseiten: Seit ChatGPTs Start zeigt mehr als ein Drittel der neuen Seiten Zeichen maschineller Texte — .com zehnmal öfter als .edu.

Pew-Studie: Ein Drittel neuer Webseiten trägt KI-Spuren

Symbolbild · KI-generiert (AI IN LIFE)

Auf einen Blick

  • Studie: Pew Research Center, veröffentlicht 20. August 2026, breit aufgegriffen am 24. August
  • Datenbasis: 490.000 englischsprachige Webseiten aus Common Crawl (Jan 2021–Jul 2026), Tool: Open Pangram
  • Ergebnis: ~10 % aller Seiten mit KI-Spuren; über ein Drittel der Seiten seit ChatGPT-Start (Nov 2022)
  • Domains: .com ~10 %, .org 4,6 %, .edu/.gov je ~1 %
  • Sprachwandel seit 2023: Gedankenstriche verdoppelt, Oxford-Komma +63 %, KI-Vokabeln mehr als verdoppelt

Wie viel vom Netz schreibt inzwischen die Maschine? Das Pew Research Center liefert erstmals belastbare Zahlen: Rund 10 Prozent aller untersuchten englischsprachigen Webseiten zeigen deutliche Zeichen von KI-Autorschaft — unter den Seiten, die nach ChatGPTs Start im November 2022 veröffentlicht wurden, ist es mehr als ein Drittel. Grundlage ist eine Analyse von 490.000 Seiten aus dem Common-Crawl-Archiv (Januar 2021 bis Juli 2026) mit dem Erkennungsmodell Open Pangram, veröffentlicht von Pew Research.

Die Verteilung ist aufschlussreich: Kommerzielle .com-Domains liegen bei rund 10 Prozent KI-Anteil, .org bei 4,6 Prozent — .edu- und .gov-Seiten dagegen nur bei je etwa 1 Prozent. KI-Text ist damit vor allem ein Phänomen des kommerziellen Netzes, rund zehnmal häufiger als auf Bildungs- und Behördenseiten.

Auch die Sprache selbst verschiebt sich messbar. Seit 2023 hat sich die Nutzung von Gedankenstrichen verdoppelt, das Oxford-Komma legte um 63 Prozent zu, typische "KI-Vokabeln" wie delve, pivotal oder meticulous kommen mehr als doppelt so oft vor, Konstruktionen wie "it's not just X, it's Y" fast dreimal so oft.

Wichtig ist die Einschränkung, die The Decoder hervorhebt: "Current detection tools can barely tell the difference between fully automated text and writing that was only partly AI-assisted" — Erkennungstools können kaum unterscheiden, ob ein Text komplett generiert oder nur KI-poliert wurde. Die Ein-Drittel-Zahl misst Spuren, nicht Vollautomatisierung.

Für Publisher, SEO und alle, die im Netz sichtbar sein wollen, ist die Konsequenz klar: KI-Text ist der neue Normalfall, Herkunft und Kennzeichnung werden zum Unterscheidungsmerkmal. AI in Life kennzeichnet seine KI-gestützte Produktion aus genau diesem Grund offen.

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Häufige Fragen

Wie wurde gemessen?

Pew analysierte 490.000 englischsprachige Webseiten aus dem Common-Crawl-Archiv mit dem Machine-Learning-Detektor Open Pangram.

Heißt das, ein Drittel des Webs ist komplett KI-geschrieben?

Nein. Gemessen werden Zeichen von KI-Beteiligung. Die Tools können vollautomatische Texte kaum von KI-überarbeiteten menschlichen Texten unterscheiden.

Wo ist KI-Text am häufigsten?

Auf kommerziellen .com-Seiten (rund 10 Prozent) — etwa zehnmal häufiger als auf .edu- oder .gov-Seiten (je rund 1 Prozent).