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Figma lässt KI-Agenten Sicherheitsalarme untersuchen

Zwei Agenten sichten Alarme und prüfen Code: Figma meldet rund 70 Prozent kürzere Bearbeitung komplexer Alarme und über 100 neue Schwachstellen.

Figma lässt KI-Agenten Sicherheitsalarme untersuchen

Symbolbild: ein Bereitschaftsarbeitsplatz mit wechselnden Statusleuchten und abstrakten Alarmdiagrammen, während eine Person von hinten auf die Monitore blickt.

Figma setzt im Sicherheitsteam zwei KI-Agenten ein – einen für die Erstsichtung von Alarmen, einen für Code-Reviews – und berichtet nach eigenen Angaben von rund 70 Prozent kürzerer Bearbeitungszeit bei komplexen Alarmen.

Auf einen Blick

  • Zwei Agenten: Erstsichtung von Sicherheitsalarmen (Modell: Claude Opus) und automatisiertes Code-Review mit Entwurfs-Pull-Requests.
  • Figma nennt rund 70 Prozent kürzere Bearbeitung komplexer Alarme und 20 Prozent weniger Bereitschafts-Alarmierungen.
  • Der Review-Agent erreichte nach einem Monat 80 Prozent Präzision und fand über 100 zuvor unbekannte Schwachstellen.
  • Datenbasis: über 100 Quellen, darunter AWS, Okta, GitHub, GCP und osquery; SIEM-Abfragen laufen über Panther.
  • Kontrolle: Pull Requests der Agenten sind standardmäßig Entwürfe, die Freigabe bleibt beim Menschen.

Figma hat zwei KI-Agenten in die tägliche Arbeit seines Sicherheitsteams eingebaut: Der eine sichtet eingehende Alarme vor, der andere liest Code gegen. Das Unternehmen berichtet von rund 70 Prozent kürzerer Bearbeitungszeit bei komplexen Alarmen und 20 Prozent weniger Alarmierungen im Bereitschaftsdienst. Der Fachdienst InfoQ hat die Darstellung am 06.09.2026 zusammengefasst.

Was die beiden Agenten tun

Der erste Agent übernimmt die Erstsichtung. Er erhält den bisherigen Slack-Verlauf zu einem Alarm und dieselben Werkzeuge, die sonst ein Mensch im Bereitschaftsdienst benutzt: Abfragen im SIEM von Panther, Audit-Logs, Prüfungen von Firmensystemen. Als Modell nennt Figma Claude Opus.

Der zweite Agent prüft Code und kann Korrekturen vorbereiten. Binnen eines Monats erreichte er nach den Angaben 80 Prozent Präzision und fand über 100 bis dahin unbekannte Schwachstellen, darunter zwei kritische Fehler, die klassische Werkzeuge übersehen hatten. Ein zweiter Prüfdurchlauf verbesserte das Erkennen bereits bekannter Fehlerklassen um rund 30 Prozent, automatisierte Hinweise an die Entwicklerinnen und Entwickler senkten bestimmte Fehlerarten um rund 50 Prozent.

Der wirksamste Hebel war das Gedächtnis

Als entscheidend beschreibt das Team nicht die Modellwahl, sondern das Gedächtnis des Systems. Es speichert drei Arten von Wissen: frühere Alarme samt Untersuchungsverlauf, Regeln für das Vorgehen und gelernte Strukturen der angebundenen Datenbanken. Genau das Gedächtnis habe über die Zeit den größten Unterschied gemacht, heißt es sinngemäß im Bericht.

Angebunden sind über 100 Datenquellen, darunter AWS, Okta, GitHub, GCP und osquery. Dazu kommen Bausteine wie AWS Bedrock Knowledge Bases, Amazon Kendra, Tines und Werkzeuge auf Snowflake-Basis. Zu Wort kommen Matthew Sullivan, früher Sicherheitsingenieur bei Figma und inzwischen bei Nition, sowie Brad Girardeau, Manager im Security Engineering von Figma.

Wo der Mensch bleibt

Pull Requests der Agenten werden standardmäßig als Entwurf angelegt, nicht als fertiger Änderungsvorschlag. Prompts sollen verhindern, dass sensible Daten in öffentliche Slack-Kanäle gelangen. Die Freigabe bleibt ausdrücklich beim Menschen.

Als Leitlinie nennt das Team, zuerst die Präzision zu verbessern und erst danach die Trefferquote – sonst ertrinke das Bereitschaftsteam in Fehlalarmen. Zusätzlich weist der Bericht auf ein Risiko hin, das über Figma hinausgeht: KI-Assistenten für Code lassen sich durch manipulierte Repositories in die Irre führen.

Was offen bleibt

Alle genannten Werte stammen aus Figmas eigener Darstellung und wurden nicht unabhängig geprüft. Absolute Alarmzahlen, der Vergleichszeitraum vor dem Einsatz der Agenten und die Betriebskosten des Systems werden nicht genannt.

Uns lag für diesen Text nur eine unabhängige Redaktion vor. Wie viele Fehlalarme die Erstsichtung erzeugt und wie oft ein Mensch die Einschätzung des Agenten korrigiert, geht aus der Quelle nicht hervor.

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Häufige Fragen

Welche KI-Agenten setzt Figma im Sicherheitsteam ein?

Zwei: einen Agenten für die Erstsichtung von Sicherheitsalarmen, der auf Claude Opus läuft, und einen Agenten für Code-Reviews, der Korrekturen als Entwurfs-Pull-Request vorbereiten kann.

Wie viel schneller bearbeitet Figma Sicherheitsalarme mit KI?

Figma nennt rund 70 Prozent kürzere Bearbeitungszeit bei komplexen Alarmen und 20 Prozent weniger Alarmierungen im Bereitschaftsdienst. Die Zahlen sind Eigenangaben und nicht unabhängig geprüft.

Dürfen die Agenten Code selbst ändern?

Nein. Die Agenten öffnen Pull Requests, die standardmäßig Entwürfe sind. Prüfung und Freigabe bleiben bei Menschen im Team.