OpenAI kauft Mitarbeiteraktien für 7 Milliarden Dollar zurück
OpenAI schließt ein 7-Mrd.-Dollar-Tender-Offer ab — erstmals kauft das Unternehmen selbst, zur Bewertung von 852 Mrd. Dollar, vor dem möglichen IPO.

Symbolbild · KI-generiert (AI IN LIFE)
Auf einen Blick
- Volumen: 7 Mrd. Dollar, Bewertung unverändert bei 852 Mrd. Dollar
- Erstmals kaufte OpenAI selbst — frühere Runden gingen an Thrive Capital und SoftBank
- Vertrauliche IPO-Unterlagen wurden laut Berichten im Juni 2026 eingereicht
- Im März 2026 hatte OpenAI 122 Mrd. Dollar frisches Kapital aufgenommen
- Anthropic hat OpenAI bei der Bewertung Berichten zufolge überholt
OpenAI hat den Rückkauf von Mitarbeiteraktien im Volumen von 7 Milliarden Dollar abgeschlossen. Das Besondere: Erstmals trat nicht ein externer Investor als Käufer auf, sondern das Unternehmen selbst. Aktuelle und ehemalige Mitarbeitende konnten ihre Anteile zur unveränderten Bewertung von 852 Milliarden Dollar verkaufen.
Bei früheren Tender Offers hatten Investoren wie Thrive Capital oder SoftBank die Anteile übernommen. Dass OpenAI nun eigene Mittel einsetzt, lesen Beobachter als Signal der Kapitalstärke — das Unternehmen hatte im März 122 Milliarden Dollar von Tech-Konzernen und Risikokapitalgebern eingesammelt.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall: OpenAI hat laut Berichten bereits im Juni vertraulich Unterlagen für einen Börsengang eingereicht. Das Tender Offer gibt langjährigen Mitarbeitenden Liquidität, ohne den Cap Table vor dem IPO um weitere externe Investoren zu erweitern.
Der Kontext ist ein zunehmend enges Rennen: Anthropic hat OpenAI Berichten zufolge bei der Bewertung überholt und könnte sogar früher an die Börse gehen. Beide Unternehmen nutzen Secondaries, um Talente zu halten, während die IPO-Fenster sondiert werden.
Einordnung: Mitarbeiter-Liquidität ist im KI-Talentkrieg zur Waffe geworden. Wer regelmäßig Anteilsverkäufe zu Top-Bewertungen ermöglicht, senkt den Anreiz zum Absprung — gerade wenn Konkurrenten mit Neun-Stellen-Paketen werben.
Häufige Fragen
Was ist ein Tender Offer für Mitarbeiteraktien?
Ein organisiertes Rückkaufangebot, bei dem Beschäftigte einen Teil ihrer Anteile zu einer festgelegten Bewertung verkaufen können — Liquidität ohne Börsengang.
Warum kauft OpenAI selbst statt Investoren?
Es signalisiert Kapitalstärke und hält den Gesellschafterkreis vor einem möglichen IPO schlank; zusätzliche externe Investoren würden den Cap Table verkomplizieren.
Wann kommt der OpenAI-Börsengang?
Offiziell unbestätigt. Berichten zufolge wurden im Juni vertrauliche IPO-Unterlagen eingereicht — ein Termin ist nicht kommuniziert.


