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OpenAIs GPT-6 Astra: Cyberrisiko erstmals kritisch

Das neue Spitzenmodell kostet 10 US-Dollar je Million Eingabe-Token, erreicht 100 Prozent auf ExploitBench – und OpenAI hatte die Entwicklung im August pausiert.

OpenAIs GPT-6 Astra: Cyberrisiko erstmals kritisch

Symbolbild: Ein Serverschrank mit blinkenden Statusleuchten, während im Hintergrund abstrakte Diagramme über Wandmonitore laufen.

OpenAI hat GPT-6 Astra vorgestellt – das erste eigene Modell, das der Konzern im eigenen Preparedness Framework in der Kategorie Cybersicherheit als kritisch einstuft.

Auf einen Blick

  • Preis: 10 US-Dollar je Million Eingabe-Token, 50 US-Dollar je Million Ausgabe-Token; Fast Mode 2,5-fach schneller zum doppelten Preis.
  • ExploitBench: 100 Prozent, gegenüber 78,5 Prozent bei GPT-5.6 Sol.
  • Interner V8-Test: 39 Prozent gefundene Lücken statt zuvor 5,5 Prozent; dabei zwei Zero-Days entdeckt.
  • Humanity's Last Exam: 57,2 Prozent für Astra, 65 Prozent für Fable 5.1 (laut heise online).
  • FrontierMath Tier 4: 97,6 Prozent gegenüber 87,8 Prozent bei Claude.

OpenAI hat GPT-6 Astra vorgestellt. Das Modell ist zunächst nur für ausgewählte Organisationen freigeschaltet; innerhalb weniger Tage soll es Plus-, Pro-, Business- und Enterprise-Kunden von ChatGPT sowie die API erreichen. In Enterprise-Workspaces bleibt der Zugang zunächst deaktiviert und muss von der Administration eingeschaltet werden.

Preise und Varianten

Der Zugriff kostet 10 US-Dollar je Million Eingabe-Token und 50 US-Dollar je Million Ausgabe-Token. Ein Fast Mode arbeitet nach Angaben von heise online 2,5-mal schneller und kostet dafür das Doppelte. Für Pro-, Business- und Enterprise-Kunden gibt es zusätzlich die Variante GPT-6 Astra Pro.

Erstmals Stufe kritisch bei Cybersicherheit

GPT-6 Astra ist das erste Modell, das OpenAI im eigenen Preparedness Framework in der Kategorie Cybersicherheit als kritisch führt. Auf ExploitBench erreicht es 100 Prozent, GPT-5.6 Sol kam auf 78,5 Prozent. In einem internen Test gegen die JavaScript-Engine V8 fand das Modell 39 Prozent der Schwachstellen statt zuvor 5,5 Prozent und stieß dabei auf zwei Zero-Days.

Diese Einstufung ist der eigentliche Bruch: Sie kommt nicht von außen, sondern aus OpenAIs eigenem Risikoraster. Das Unternehmen hatte die interne Entwicklung im August wegen ungelöster Sicherheitsfragen pausiert.

AGI-Raunen, aber kein AGI-Etikett

Präsident Greg Brockman ordnet das Modell als jenen Punkt ein, den spätere Beobachter als Beginn von AGI markieren dürften – nennt Astra selbst aber nicht AGI. Chefwissenschaftler Jakub Pachocki bremst: Je fähiger die Modelle würden, desto schwerer sei zu verstehen, was sie genau könnten. Hinzu kommt, dass sich Astras schriftliche Gedankengänge schlechter überwachen lassen als die der Vorgänger.

Wo Astra vorn liegt – und wo nicht

Der Vorsprung ist nicht durchgängig. Bei Humanity's Last Exam kommt Astra auf 57,2 Prozent gegenüber 65 Prozent für Fable 5.1, im Artificial Analysis Index auf 61,2 gegenüber 65,7. Bei FrontierMath Tier 4 dreht sich das Bild: 97,6 Prozent für Astra, 87,8 Prozent für Claude.

Was diese Redaktion nicht prüfen konnte

Alle genannten Zahlen stammen aus dem Bericht von heise online. Die Ankündigungsseite von OpenAI und ein Bericht von The Verge waren beim Abruf für diese Redaktion nicht erreichbar; die Werte konnten daher nicht gegen die Primärquelle gegengelesen werden. Das gilt ausdrücklich auch für die Benchmark-Ergebnisse und die Einstufung als kritisch.

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Häufige Fragen

Was kostet GPT-6 Astra in der API?

10 US-Dollar je Million Eingabe-Token und 50 US-Dollar je Million Ausgabe-Token. Der Fast Mode arbeitet 2,5-mal schneller und kostet das Doppelte.

Warum stuft OpenAI GPT-6 Astra als kritisch ein?

Wegen der Cyberfähigkeiten: 100 Prozent auf ExploitBench und 39 Prozent gefundene V8-Lücken statt 5,5 Prozent, darunter zwei Zero-Days.

Ist GPT-6 Astra jetzt AGI?

Nein. Greg Brockman sieht darin den Punkt, den spätere Beobachter als AGI-Beginn markieren dürften, vermeidet das Etikett für Astra aber selbst.