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Hassabis wirbt für unabhängige KI-Sicherheitsinstanz

Der DeepMind-Chef schlägt ein branchenweites Gremium nach IAEA-Vorbild vor – und hat dafür bereits bei US-Regierung und KI-Laboren vorgesprochen.

Hassabis wirbt für unabhängige KI-Sicherheitsinstanz

Symbolbild · KI-generiert (AI IN LIFE)

Auf einen Blick

  • Vorschlag: unabhängiges Branchengremium für gemeinsame KI-Sicherheitspraktiken
  • Konzeptionelles Vorbild: Internationale Atomenergiebehörde (IAEA)
  • Gespräche u. a. mit US-Finanzminister Scott Bessent und Berater Michael Kratsios
  • Baut auf Hassabis' Juli-Forderung nach US-geführter Standards-Instanz auf
  • Parallel arbeitet das US-Finanzministerium laut Berichten an eigener KI-Aufsicht

Demis Hassabis, Chef von Google DeepMind, treibt die Idee einer unabhängigen Instanz für KI-Sicherheit voran. Das Gremium soll branchenweit gemeinsame Sicherheitspraktiken etablieren, während sich die Entwicklung immer leistungsfähigeren Systemen nähert. Konzeptionell orientiert sich der Vorschlag an der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA).

Hassabis hat die Idee Berichten zufolge nicht nur intern diskutiert: Er sprach mit Führungskräften anderer großer KI-Labore – und mit US-Regierungsvertretern, darunter Finanzminister Scott Bessent und Technologieberater Michael Kratsios. Die Gespräche zeigen, dass der Vorstoß über ein Gedankenspiel hinausgeht.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Bereits im Juli hatte Hassabis öffentlich eine US-geführte Standardisierungsinstanz für KI gefordert, möglichst noch vor Jahresende. Der aktuelle Vorstoß konkretisiert diese Linie – setzt aber stärker auf ein unabhängiges, von der Industrie getragenes Modell.

Brisant ist die Parallelität: Berichten zufolge arbeitet das US-Finanzministerium zeitgleich an einem eigenen Aufsichtsansatz für KI. Ob am Ende ein staatliches, ein industrienahes oder ein hybrides Modell steht, ist offen – und dürfte zum Verteilungskampf um Einfluss auf die kommende KI-Regulierung werden.

Für Unternehmen in Europa ist die Debatte relevant, weil sie neben dem EU AI Act eine zweite, US-geprägte Governance-Ebene entstehen lassen könnte. Gemeinsame Sicherheitsstandards der großen Labore würden faktisch global wirken – auch ohne Gesetzescharakter.

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Häufige Fragen

Was genau schlägt Hassabis vor?

Eine unabhängige, branchenweit getragene Instanz, die gemeinsame Sicherheitspraktiken für fortgeschrittene KI-Systeme definiert – konzeptionell angelehnt an die IAEA.

Wie weit ist die Initiative?

Es ist ein Vorstoß, kein fertiges Gremium. Hassabis hat mit anderen KI-Laboren und US-Regierungsvertretern gesprochen; parallel entwickelt das US-Finanzministerium eigene Aufsichtspläne.

Was bedeutet das für Europa?

Neben dem EU AI Act könnte eine zweite, industriegetragene Governance-Ebene entstehen. Gemeinsame Standards der großen Labore würden faktisch auch für europäische Nutzer wirken.