Nvidia verhandelt Einstieg bei Perplexity — über 30 Milliarden
Laut The Information spricht Nvidia über eine Beteiligung an der KI-Suchmaschine — bei mehr als 30 Milliarden Dollar Bewertung. Vor einem Jahr waren es 20.

Symbolbild · KI-generiert (AI IN LIFE)
Auf einen Blick
- Gespräche über Nvidia-Investment bei mehr als 30 Milliarden Dollar Bewertung (The Information, 23./24. August 2026)
- Vorherige Bewertung: rund 20 Milliarden Dollar (September 2025)
- Annualisierter Umsatz: über 750 Millionen Dollar, nach unter 250 Millionen zu Jahresbeginn
- Bislang eingesammeltes Kapital: über 1,7 Milliarden Dollar, u. a. von Jeff Bezos und SoftBank
- Zusätzlich im Gespräch: eine Technologie-Lizenzvereinbarung; Perplexity ist seit März Teil von Nvidias Nemotron-Koalition
Nvidia verhandelt über eine Investition in Perplexity, und die Zahl dahinter markiert den Sprung: mehr als 30 Milliarden Dollar Bewertung, nach rund 20 Milliarden Dollar in der Finanzierungsrunde vom September 2025. Das berichtet The Information, Reuters und weitere Agenturen griffen die Meldung auf. Eine Einigung ist noch nicht bestätigt.
Das Geschäft von Perplexity wächst schnell: Der annualisierte Umsatz liegt dem Bericht zufolge inzwischen über 750 Millionen Dollar, nach weniger als 250 Millionen zu Jahresbeginn — mehr als eine Verdreifachung innerhalb weniger Monate. Insgesamt hat das Unternehmen bislang über 1,7 Milliarden Dollar Kapital eingesammelt, zu den Geldgebern zählen Jeff Bezos und SoftBank.
Für Nvidia wäre der Einstieg kein Einzelfall, sondern Muster. Der Chipkonzern hat zuletzt Milliarden in KI-Firmen gesteckt — von der Poolside-Vereinbarung bis zur Beteiligung an Starclouds Orbit-Rechenzentren. Wer Nvidias Kapital nimmt, kauft in der Regel auch Nvidias Hardware; so fließt ein Teil der Investitionen als Umsatz zurück. Perplexity trat zudem im März Nvidias Nemotron-Koalition für offene Modelle bei, zeitweise soll Nvidia laut The Information sogar eine Übernahme des Teams erwogen haben.
Diskutiert wird dem Bericht zufolge neben der Beteiligung auch eine Technologie-Lizenzvereinbarung. Perplexity-Chef Aravind Srinivas plant unterdessen laut Berichten den Börsengang für 2028 — und zwar, so wird er wiedergegeben, "unabhängig davon, wie die geplanten Listings von OpenAI und Anthropic laufen".
Einzuordnen ist das Ganze als weiterer Baustein in Nvidias Strategie, über die Bilanz Einfluss auf nahezu jede Ebene der KI-Wirtschaft aufzubauen — vom Chip über die Cloud bis zur Suchoberfläche. Für Perplexity wiederum wäre es Kapital und Rückendeckung im Wettbewerb mit Google, OpenAI und Microsoft um die Zukunft der Suche.
Häufige Fragen
Ist der Deal fix?
Nein. Berichtet werden Gespräche über eine Investition bei über 30 Milliarden Dollar Bewertung. Weder Nvidia noch Perplexity haben eine Einigung bestätigt.
Warum investiert Nvidia in so viele KI-Firmen?
Beteiligungen sichern Nvidia Einfluss und Absatz: Portfolio-Firmen kaufen in der Regel Nvidia-Hardware, ein Teil des investierten Kapitals fließt so als Umsatz zurück.
Wie verdient Perplexity Geld?
Vor allem über Abonnements für die KI-Suche und zunehmend über Unternehmensangebote. Der annualisierte Umsatz liegt laut Bericht über 750 Millionen Dollar.


