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Politik

OpenAI, Anthropic und Google DeepMind stimmen sich zu KI-Sicherheit ab

Nach Angaben von OpenAI-Politikchef Chris Lehane laufen die Gespräche der drei Rivalen bereits seit Wochen — eine kartellrechtliche Ausnahme halte man nicht für nötig.

OpenAI, Anthropic und Google DeepMind stimmen sich zu KI-Sicherheit ab

Symbolbild · KI-generiert (AI IN LIFE)

Auf einen Blick

  • Bestätigt von: Chris Lehane, globaler Politikchef von OpenAI, bei einem Briefing in Washington
  • Beteiligte: OpenAI, Anthropic, Google DeepMind
  • Dauer der Gespräche: nach Medienberichten seit Juli 2026
  • Lehanes Position: keine kartellrechtliche Ausnahmegenehmigung für nötig gehalten
  • Offener Punkt: bislang keine formelle, bindende Vereinbarung bekannt

Die drei größten Namen der KI-Branche rücken zusammen: Wie OpenAIs globaler Politikchef Chris Lehane bei einem Briefing in Washington bestätigte, stimmen sich OpenAI, Anthropic und Google DeepMind seit mehreren Wochen zu Sicherheitsfragen ab.

Hintergrund ist die wachsende öffentliche und politische Sorge, künstliche Intelligenz könnte zu einer wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Bedrohung werden. Nach Berichten mehrerer Medien laufen die Gespräche der drei Unternehmen bereits seit Juli 2026 und zielen auf eine Art gemeinsames Sicherheitsgremium beziehungsweise einen Standard für die Branche.

Lehane betonte, sein Unternehmen halte eine kartellrechtliche Ausnahmegenehmigung für diese Abstimmung nicht für notwendig. Es sei besser, zusammenzuarbeiten, um Sicherheit zur Priorität zu machen, sagte er sinngemäß.

Beobachter weisen zugleich auf die kartellrechtliche Grauzone hin: Sobald sich die drei dominanten Anbieter eines Marktes über ihr Verhalten abstimmen, richten Regulierungsbehörden erfahrungsgemäß ihren Blick darauf, ob es tatsächlich um Sicherheit geht oder um Marktkonsolidierung. Eine verbindliche Vereinbarung zwischen den drei Unternehmen dürfte entsprechend geprüft werden.

Öffentlich bleibt der Wettbewerb zwischen den drei Unternehmen um Marktanteile, Talente und Kunden unverändert scharf. Die Abstimmung fällt zudem in dieselbe Woche, in der Anthropic-Chef Dario Amodei öffentlich eine Verlangsamung der gesamten Branche fordert (siehe unseren separaten Bericht zu seinem Aufsatz "We Must Pace the Frontier").

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Häufige Fragen

Ist das ein rechtlich bindendes Abkommen?

Nein. Nach aktuellem Stand handelt es sich um informelle Gespräche und Abstimmungen, keine unterzeichnete Vereinbarung oder ein formell gegründetes Gremium.

Warum könnte das kartellrechtlich heikel sein?

Wenn die drei größten Anbieter eines Marktes ihr Verhalten koordinieren, prüfen Wettbewerbsbehörden routinemäßig, ob das im Interesse der Allgemeinheit oder der eigenen Marktposition geschieht.

Wie hängt das mit Amodeis Forderung nach einer KI-Bremse zusammen?

Beide Nachrichten fallen in dieselbe Woche und drehen sich um dieselbe Sorge — unkontrollierbare KI-Agenten. Amodeis öffentlicher Aufsatz und die stillen Gespräche der drei Unternehmen laufen parallel, sind aber unterschiedliche Kanäle desselben Themas.