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DeepSeek-Verbot für zivile US-Bundesbehörden

Das Heimatschutzministerium zwingt zivile US-Behörden, DeepSeek-Produkte und darauf aufbauende Dienste zu entfernen – ohne genannte Frist.

DeepSeek-Verbot für zivile US-Bundesbehörden
Symbolbild: Eine behandschuhte Hand zieht im Rechenzentrum ein Laufwerk halb aus dem Serverschrank, während eine Bernsteinwarnleuchte aufleuchtet.

Kurz gesagt

Das US-Heimatschutzministerium hat alle zivilen Bundesbehörden angewiesen, DeepSeek-Produkte und darauf aufbauende Dienste Dritter aus ihren IT-Systemen zu entfernen und keine neuen mehr zu beschaffen.

Auf einen Blick

  • DHS ordnete am 20.10.2026 an, DeepSeek-Produkte aus IT-Systemen ziviler US-Bundesbehörden zu entfernen.
  • Erfasst sind auch Tochterfirmen und Drittanbieter-Dienste, die auf DeepSeek-Modellen aufsetzen.
  • Militär und Geheimdienste sind ausgenommen; für sie gilt ein Gesetz vom Dezember 2025.
  • Rechtsgrundlage ist laut The Decoder ein US-Gesetz von 2018 zur Lieferkettensicherheit in der Beschaffung.
  • Die Anordnung nennt keine Frist; sie liegt als Federal-Register-Dokument 2026-21447 vor.

Das US-Heimatschutzministerium (DHS) hat am 20. Oktober 2026 angeordnet, dass zivile Bundesbehörden DeepSeek-Produkte aus ihren IT-Systemen entfernen und keine neuen beschaffen dürfen. Die Anordnung erfasst ausdrücklich auch Tochterfirmen und Dienste Dritter, die auf DeepSeek-Technik aufsetzen.

Was genau entfernt werden muss

Die Verfügung wirkt in zwei Richtungen zugleich: auf laufende Systeme und auf künftige Beschaffung. Behörden sollen vorhandene Installationen abbauen und dürfen DeepSeek-Angebote nicht neu einkaufen.

Ausgenommen sind Militär und Geheimdienste – nicht als Freibrief, sondern weil das DHS ihnen keine Weisungen erteilen kann. Für Systeme der nationalen Sicherheit gilt bereits ein Gesetz vom Dezember 2025, dessen amtliche Bezeichnung die vorliegenden Berichte nicht nennen.

Einzelne Behörden können Ausnahmen beantragen. Ein Termin, bis wann die Systeme bereinigt sein müssen, steht in der Anordnung nicht.

Die Begründung

Gegenüber Medien verwies das DHS auf mehrere Angriffsflächen der DeepSeek-Modelle. Die Nutzung könne zur Übermittlung sensibler Daten nach China führen, weil die Server dort stehen und chinesische Behörden weitreichenden Zugriff auf Unternehmensinfrastruktur haben.

Der veröffentlichte Text selbst bleibt knapp. The Decoder weist darauf hin, dass die Mitteilung keinen konkreten Vorfall benennt und die Entscheidung nicht herleitet. Als Rechtsgrundlage dient ein US-Gesetz von 2018 zur Lieferkettensicherheit im öffentlichen Beschaffungswesen; der Text liegt als Federal-Register-Dokument 2026-21447 vor.

Die unklare Stelle: „darauf aufgebaut“

Die praktisch wichtigste Lücke betrifft die Drittanbieter. Unklar bleibt, wie weit „auf DeepSeek aufgebaut“ reicht – etwa ob KI-Gateways wie OpenRouter erfasst sind, die Modelle vieler Anbieter durchreichen.

Für IT-Abteilungen ist das keine akademische Frage. Ein auf DeepSeek-Gewichten feinjustiertes Modell in einer eingekauften Anwendung ist von außen häufig gar nicht als solches erkennbar.

Reaktion aus Peking

Mao Ning, Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, kritisierte die Entscheidung. Man lehne es ab, den Begriff der nationalen Sicherheit zu überdehnen und Technologie- und Handelsfragen zu politisieren, und werde die Rechte chinesischer Unternehmen entschlossen schützen.

Der Zeitpunkt ist heikel: Im September 2026 hatten Washington und Peking einen Gesprächskanal zu KI vereinbart, im November 2026 treffen beide Staatsführungen in Shenzhen zusammen. DeepSeek hatte im April 2026 sein Modell V4 veröffentlicht.

Was offen bleibt

Drei Punkte lassen sich aus den vorliegenden Quellen nicht klären: der Umsetzungstermin, die amtliche Bezeichnung des Gesetzes vom Dezember 2025 und eine eigene Stellungnahme von DeepSeek – die Nachrichtenagentur AFP erhielt nach eigenen Angaben keine Antwort.

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Häufige Fragen

Welche US-Behörden müssen DeepSeek entfernen?

Alle zivilen Bundesbehörden. Militär und Geheimdienste fallen nicht unter diese Anordnung, weil das DHS ihnen keine Weisungen erteilen kann; für Systeme der nationalen Sicherheit greift ein Gesetz vom Dezember 2025.

Gibt es eine Frist für die Entfernung von DeepSeek?

Die Anordnung vom 20.10.2026 nennt keine. Weder TechCrunch noch The Decoder oder Tech Xplore berichten von einem Stichtag; Behörden können zudem Ausnahmen beantragen.

Sind Tools von Drittanbietern mit DeepSeek-Modellen auch verboten?

Ja, die Anordnung erfasst Dienste, die auf DeepSeek-Technik aufsetzen. Wie weit das reicht, ist offen – ob etwa KI-Gateways wie OpenRouter darunterfallen, klärt die Mitteilung nicht.

Quellen

Weitere Berichte