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SICHERHEIT

Berufungsgericht erlaubt Pentagon Risikolabel für Anthropic

Ein Bundesberufungsgericht in Washington entschied am 25.09.2026 mit 2:1, dass das Pentagon Anthropic als Lieferkettenrisiko führen darf.

Berufungsgericht erlaubt Pentagon Risikolabel für Anthropic
Symbolbild: Eine Hand befestigt am Verladetor eine leere rote Sperrmarke an einer halb geöffneten Serverkiste, während über dem gestoppten Rollenförderer das Warnlicht aufleuchtet.

Kurz gesagt

Das Pentagon darf Anthropic weiterhin als nationales Lieferkettenrisiko einstufen und damit von Militäraufträgen ausschließen – ein Bundesberufungsgericht in Washington bestätigte die Einstufung am 25.09.2026 mit 2:1.

Auf einen Blick

  • Bundesberufungsgericht in Washington: Entscheidung vom 25.09.2026, Ergebnis 2:1 für das Pentagon.
  • Das Label sperrt Anthropic für Militäraufträge; laut The Decoder kostet es das Unternehmen Milliardenbeträge.
  • Auslöser: Anthropic untersagt den Einsatz seiner Modelle für autonome Waffen und Massenüberwachung.
  • Verteidigungsminister Pete Hegseth hält diese Auflagen für ein Risiko für militärische Abläufe.
  • Ende August stoppte ein Bundesrichter in San Francisco eine parallele Einstufung als unrechtmäßige Vergeltung.

Das Pentagon darf Anthropic weiterhin als nationales Lieferkettenrisiko führen. Ein Bundesberufungsgericht in Washington entschied am 25.09.2026 mit 2:1 gegen das KI-Labor. Damit bleibt das Unternehmen von Aufträgen des Verteidigungsministeriums ausgeschlossen. Anthropic erkennt das Ergebnis nicht an und prüft weitere Schritte.

Worum der Streit geht

Anthropic untersagt den Einsatz seiner Modelle für autonome Waffensysteme und für Massenüberwachung. Verteidigungsminister Pete Hegseth sieht in diesen Auflagen ein Risiko für militärische Abläufe. Das Ministerium stufte den Anbieter daraufhin als Sicherheitsrisiko in der Lieferkette ein – ein Etikett, das Beschaffungswege praktisch verschließt.

Was das Urteil praktisch bedeutet

Geprüft wurde nicht, ob die Nutzungsregeln von Anthropic sinnvoll sind, sondern ob das Pentagon die Einstufung vornehmen durfte. Die Mehrheit des Richtersenats bejahte das. Nach Darstellung von The Decoder hat das Label Anthropic bereits Milliardenbeträge gekostet und den geplanten Börsengang belastet. Eine offizielle Bezifferung durch das Unternehmen oder das Ministerium liegt uns nicht vor.

Der Widerspruch im Sicherheitsapparat

Während die Beschaffung des Militärs blockiert bleibt, gehören US-Geheimdienste dem Bericht zufolge weiter zu den starken Nutzern der Anthropic-Modelle. Dieselbe Technik gilt an einer Stelle als Risiko und an anderer als Arbeitsmittel. Rückendeckung erhält das Unternehmen aus der Techbranche und von früheren Militärangehörigen.

Zweites Verfahren, anderes Ergebnis

Ende August hatte ein Bundesrichter in San Francisco eine parallele Einstufung nach einer anderen Rechtsgrundlage gestoppt und sie als unrechtmäßige Vergeltung gewertet. Anthropic hält auch das Pentagon-Label für eine Reaktion auf seine Sicherheitsentscheidungen. Die Trump-Regierung bezeichnet das Unternehmen als politisch linkslastig.

Was offen bleibt

Die Namen der beteiligten Richter und die Begründung des abweichenden Votums gehen aus der von uns geprüften Quelle nicht hervor. Der Bericht von Wired zu diesem Urteil war für uns technisch nicht abrufbar; welche Rechtsverletzungen Anthropic dort im Einzelnen geltend macht, konnten wir deshalb nicht nachvollziehen. Auch ob das Unternehmen den vollen Senat oder den Supreme Court anruft, ist bislang nicht entschieden.

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Häufige Fragen

Darf das Pentagon Anthropic von Militäraufträgen ausschließen?

Ja. Das Bundesberufungsgericht in Washington bestätigte am 25.09.2026 mit 2:1, dass die Einstufung als Lieferkettenrisiko Bestand hat und Anthropic damit für Aufträge des Verteidigungsministeriums gesperrt bleibt.

Warum gilt Anthropic als Sicherheitsrisiko in der Lieferkette?

Weil das Unternehmen den Einsatz seiner Modelle für autonome Waffen und Massenüberwachung untersagt. Verteidigungsminister Pete Hegseth wertet diese Auflagen als Risiko für militärische Abläufe.

Nutzen US-Behörden die Modelle von Anthropic trotzdem weiter?

Dem Bericht von The Decoder zufolge ja: US-Geheimdienste zählen weiter zu den starken Nutzern, obwohl die Beschaffung des Militärs blockiert ist.

Quellen

Weitere Berichte