Blacksmith: Sequoia-Runde macht CI-Startup zum Unicorn
Zwei Monate nach der Series B bei 550 Millionen Dollar steigt die Bewertung auf 1 Milliarde Dollar – der ARR wuchs laut Firma um das 17-Fache.
Kurz gesagt
Blacksmith hat eine Series C über 66 Millionen Dollar unter Führung von Sequoia abgeschlossen und wird dabei mit 1 Milliarde Dollar bewertet.
Auf einen Blick
- Series C: 66 Mio. $, Lead-Investor Sequoia, Bewertung 1 Mrd. $ – berichtet am 21.10.2026.
- Vorrunden: Series A 10 Mio. $ bei 60 Mio. $, Series B 45 Mio. $ bei 550 Mio. $; Gesamtfinanzierung laut Bericht 125 Mio. $.
- Nutzung: über 90 Millionen CI-Jobs ausgeführt; ARR laut Unternehmensangabe um das 17-Fache gewachsen.
- Genannte Kunden: Mercury und Granola. Mitgründer und CEO: Aditya Jayaprakash.
- Kontext, anderes Unternehmen: Blackwall (Estland) meldete am 20.10.2026 eine Series C über 100 Mio. $ bei 2,2 Mrd. $.
Blacksmith hat eine Series C über 66 Millionen Dollar abgeschlossen, angeführt von Sequoia. Die Runde bewertet den Anbieter von Continuous-Integration-Infrastruktur mit 1 Milliarde Dollar – jener Schwelle, ab der ein Startup als Unicorn gilt. TechCrunch berichtete am 21.10.2026 über den Abschluss.
Zwei Runden in zwei Monaten
Auffällig ist vor allem das Tempo. Die Series B über 45 Millionen Dollar lag dem Bericht zufolge nur zwei Monate zurück und setzte die Bewertung bei 550 Millionen Dollar an. Ein Jahr davor hatte eine Series A über 10 Millionen Dollar das Unternehmen mit 60 Millionen Dollar bewertet. Innerhalb von zwei Monaten hat sich der Preis je Anteil damit fast verdoppelt.
Die Gesamtfinanzierung nennt der Bericht mit 125 Millionen Dollar. Die drei genannten Runden summieren sich auf 121 Millionen Dollar – eine frühere Seed-Runde liegt also nahe, ist in der Quelle aber nicht aufgeschlüsselt.
Was das Produkt leistet
Blacksmith betreibt Rechenkapazität für CI-Pipelines. Entwicklerteams lassen Builds und Testläufe dort ausführen, anstatt in der Warteschlange der Standard-Runner ihres Code-Hosters zu stehen. Mitgründer und CEO Aditya Jayaprakash nennt als Treiber die schiere Menge an CI-Läufen, mit der viele Firmen nicht mehr mitkommen – verstärkt durch Code, den KI-Assistenten erzeugen.
Die Mechanik dahinter ist simpel: mehr generierter Code bedeutet mehr Pull Requests, und jeder einzelne stößt eine Testkette an. Als Kunden nennt der Bericht Mercury und Granola. Nach Unternehmensangaben wurden über 90 Millionen CI-Jobs auf der Plattform ausgeführt, der jährlich wiederkehrende Umsatz (ARR) wuchs um das 17-Fache.
Was offen bleibt
Ein absoluter Umsatzwert fehlt. Ein 17-faches Wachstum lässt sich ohne Ausgangsbasis nicht in Geld übersetzen, denn es kann von einer sehr kleinen Zahl aus gemessen sein. Auch den Zeitraum dieser Wachstumsangabe, die Mitarbeiterzahl und den Firmensitz nennt die Quelle nicht. Diese Punkte sind damit nicht verifiziert – nicht widerlegt, sondern offen.
Geld für die Schicht unter dem Modell
Die Runde fällt in eine Woche mit einem zweiten großen Infrastruktur-Abschluss. Das estnische Unternehmen Blackwall – ein anderes Unternehmen in einem anderen Feld – meldete am 20.10.2026 eine Series C über 100 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 2,2 Milliarden Dollar, angeführt von AVP, zusammen mit Dawn Capital, MMC Ventures und Tera Ventures.
Blackwall filtert Web-Traffic für Hosting-Anbieter, von Bot-Abwehr bis zum Verkehr autonomer KI-Agenten; den Unicorn-Status mit 1 Milliarde Euro erreichte die Firma laut tech.eu erst im September 2026. Beiden Runden ist gemeinsam, wer hier bezahlt wird: nicht das Modell selbst, sondern die Schicht, die seine Nebenwirkungen abarbeitet – Testlast im einen Fall, Anfragelast im anderen.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Bewertung von Blacksmith nach der Series C?
1 Milliarde Dollar. Zwei Monate zuvor lag sie in der Series B noch bei 550 Millionen Dollar, vor rund einem Jahr in der Series A bei 60 Millionen Dollar.
Wie viel Geld hat Blacksmith insgesamt eingesammelt?
Der Bericht nennt 125 Millionen Dollar. Die drei einzeln genannten Runden – 10, 45 und 66 Millionen Dollar – ergeben 121 Millionen Dollar; die Differenz ist in der Quelle nicht aufgeschlüsselt.
Wer nutzt Blacksmith und wofür?
Entwicklerteams lassen dort Builds und Tests ihrer Continuous-Integration-Pipelines laufen. Genannt werden Mercury und Granola; über 90 Millionen CI-Jobs wurden nach Firmenangaben ausgeführt.