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Inception Mercury 3: Benchmarks ohne externe Prüfung

Inception nennt 1.068 Token pro Sekunde und acht Siege in zwölf Tests. Unabhängige Messungen dazu gibt es bisher nicht.

Inception Mercury 3: Benchmarks ohne externe Prüfung
Symbolbild: Eine behandschuhte Hand zieht im Rechenzentrum eine leuchtende Beschleunigerkarte halb aus einem offenen Serverschrank, während Statuslichter aufflackern.

Kurz gesagt

Mercury 3 gewinnt nach Angaben von Inception acht von zwölf Tests gegen GPT-6 Luna und Claude Haiku 5.5 und erzeugt dabei 1.068 Token pro Sekunde – nachgeprüft hat das bisher niemand von außen.

Auf einen Blick

  • Tempo: 1.068 Token pro Sekunde auf Nvidia-GPUs; Claude Haiku 5.5 rund 240, GPT-6 Luna rund 130.
  • Benchmarks: SWE-Bench Atlas 51,1 gegen 33,3 (Luna) und 32,3 (Haiku); DeepSWE geht mit 51,6 zu 46,3 an Haiku 5.5.
  • Kontext: bis zu 1 Million Token, vorher 260.000 bei Mercury 2.5; Parameterzahl über 40-mal Mercury 1, exakte Zahl offen.
  • Preis: 0,20 Dollar je Million Eingabe-Token, 0,70 Dollar je Million Ausgabe-Token, zum Start halbiert.
  • Firma: 2024 gegründet, 50 Millionen Dollar Finanzierung, Microsoft-Beteiligungsarm M12 an Bord.

Das Start-up Inception hat Mercury 3 vorgestellt und beansprucht für sein Diffusionsmodell acht Siege in zwölf Tests gegen GPT-6 Luna und Claude Haiku 5.5 – bei vier- bis achtfachem Tempo. Alle diese Zahlen stammen vom Anbieter selbst. Eine unabhängige Messung liegt bislang nicht vor.

Was Inception gemessen haben will

Kern des Versprechens ist die Geschwindigkeit: 1.068 Token pro Sekunde auf Nvidia-GPUs. Zum Vergleich nennt Inception rund 240 Token pro Sekunde für Claude Haiku 5.5 und rund 130 für GPT-6 Luna. Diffusionsmodelle erzeugen Text nicht Token für Token von links nach rechts, sondern verfeinern eine ganze Passage in mehreren Durchläufen – daher der Tempovorsprung.

Bei den Aufgaben liegt Mercury 3 nach eigenen Angaben in SWE-Bench Atlas mit 51,1 Punkten vor 33,3 (GPT-6 Luna) und 32,3 (Claude Haiku 5.5). Im Anweisungstest IFBench stehen 76,84 gegen 61,84 Punkte für GPT-6 Luna. Das Kontextfenster wächst auf bis zu 1 Million Token, von 260.000 bei Mercury 2.5. Zur Modellgröße sagt die Firma nur, sie liege mehr als 40-mal über Mercury 1.

Wo das Modell verliert

Vier von zwölf Tests gehen nicht an Mercury 3. Deutlich wird das bei DeepSWE, dem längeren Coding-Test: dort gewinnt Claude Haiku 5.5 mit 51,6 zu 46,3 Punkten. Genau an dieser Stelle liegt die offene Frage, ob der Geschwindigkeitsgewinn bei langen Aufgabenketten erhalten bleibt.

Preis, Verfügbarkeit, Praxiszahlen

Mercury 3 kostet 0,20 Dollar je Million Eingabe-Token und 0,70 Dollar je Million Ausgabe-Token, gecachte Eingaben rund 90 Prozent günstiger. Zum Start halbiert Inception beide Sätze. Billigster Anbieter ist das Modell damit nicht: SiliconANGLE führt für die Vergleichsmodelle bei typischen Prompts 0,10 und 0,50 Dollar auf. Verfügbar ist Mercury 3 über die eigene Plattform sowie OpenRouter, Baseten und Vercel, die Schnittstelle ist OpenAI-kompatibel.

An Praxisdaten gibt Inception Kundenwerte weiter: Die Smart-Glasses-Firma Octen AI berichtet von einer mittleren Antwortzeit von 0,9 Sekunden, ein Lernwerkzeug von Hinweisen in etwa einer Sekunde, und TinyFish AI löste 25 von 50 Navigationsaufgaben. Auch das sind Angaben aus dem Umfeld des Anbieters, keine Messungen Dritter.

Was noch offen ist

Firmenchef Stefano Ermon führt den Fortschritt auf Rechenleistung und Daten zurück, nicht auf einen algorithmischen Durchbruch. Inception wurde 2024 von Ermon, Aditya Grover und Volodymyr Kuleshov gegründet und hat 50 Millionen Dollar eingesammelt, unter anderem von Microsofts Beteiligungsarm M12; zum Lead-Investor machen die beiden hier ausgewerteten Quellen unterschiedliche Angaben. SiliconANGLE berichtet zudem von Übernahmegesprächen mit Microsoft im Mai, bei denen Inception mehr als 1 Milliarde Dollar Bewertung verlangt habe, sowie von einem Interesse von SpaceX. Ein Abschluss ist nicht bekannt.

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Häufige Fragen

Wie schnell ist Mercury 3 im Vergleich zu GPT-6 Luna?

Inception nennt 1.068 Token pro Sekunde für Mercury 3 gegenüber rund 130 für GPT-6 Luna und rund 240 für Claude Haiku 5.5. Die Werte kommen vom Anbieter; unabhängige Tests fehlen.

Was kostet Mercury 3 pro Million Token?

0,20 Dollar für Eingabe- und 0,70 Dollar für Ausgabe-Token, zum Start halbiert. Gecachte Eingaben sind rund 90 Prozent günstiger.

Wo kann man Mercury 3 nutzen?

Über die Plattform von Inception sowie OpenRouter, Baseten und Vercel. Die Schnittstelle ist mit kleinen Anpassungen OpenAI-kompatibel.

Quellen

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