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CHIPS

d-Matrix bindet Raptor-XPUs an Nvidias NVLink Fusion

Der Inferenz-Chipentwickler will seine Raptor-Beschleuniger über NVLink Fusion in Nvidias MGX-Racks einhängen – ohne Termine oder Leistungsdaten zu nennen.

d-Matrix bindet Raptor-XPUs an Nvidias NVLink Fusion
Symbolbild: Ein Techniker schiebt ein flüssigkeitsgekühltes Beschleuniger-Tray in ein offenes Serverrack, während Status-LEDs und Kühlschläuche die Reihe beleuchten.

Kurz gesagt

d-Matrix wird seine kommende XPU-Generation Raptor per NVLink Fusion an Nvidias Rack-Plattform anschließen und damit in standardisierten MGX-Racks neben Nvidia-GPUs und -CPUs betreiben.

Auf einen Blick

  • Ankündigung vom 10. September 2026 im Unternehmensblog von Nvidia, Autor Jesse Clayton.
  • Verbindungstechnik: NVLink Fusion für Scale-up, Spectrum-X für Scale-out, MGX als Rack-Architektur.
  • Betroffen ist die nächste XPU-Generation namens Raptor, nicht das heute ausgelieferte d-Matrix-Produkt.
  • Nvidia ordnet im selben Plattformumfeld Vera Rubin NVL72, Vera-CPUs, ConnectX-9-SuperNICs und BlueField-4-DPUs ein.
  • Nicht genannt: Liefertermin, Taktraten, Speichergröße, Bandbreite, Preise, Kunden.

d-Matrix will seine nächste Chipgeneration nicht länger als eigene Insel betreiben: Die Raptor-XPUs sollen über NVLink Fusion direkt an Nvidias Rack-Plattform angebunden werden und in standardisierten MGX-Racks laufen. Nvidia hat die Zusage am 10. September 2026 im eigenen Unternehmensblog veröffentlicht.

Was NVLink Fusion für einen Fremdchip ändert

NVLink Fusion öffnet Nvidias Scale-up-Verbindung für Beschleuniger, die nicht von Nvidia stammen. Für d-Matrix heißt das konkret: Die Raptor-XPUs sitzen in validierten MGX-Racks, nutzen die dort vorhandene Flüssigkühlung, Stromversorgung und Lieferkette und sprechen über Spectrum-X nach außen. Der Chip muss also kein komplettes Rack-Ökosystem mehr mitbringen, sondern nur in ein bereits ausgerolltes hineinpassen.

Das Argument ist vor allem ein wirtschaftliches, kein schaltungstechnisches. Mitgründer und CEO Sid Sheth begründet den Schritt damit, dass die Nachfrage nach Inferenz stark steige, Kapital, Zeit und Energie aber begrenzt blieben; der Weg über MGX sei schneller und risikoärmer als ein eigener Rack-Aufbau.

Wer hier wen braucht

Für Nvidia ist jeder Fremdchip an NVLink Fusion ein Belegstück für die These, dass das Rack das eigentliche Produkt ist und nicht der einzelne Beschleuniger. Der Blogeintrag stellt d-Matrix entsprechend in eine Reihe mit Vera Rubin NVL72, Vera-CPUs, ConnectX-9-SuperNICs und BlueField-4-DPUs. Der Wettbewerb verschiebt sich damit von der Frage, wessen Chip rechnerisch schneller ist, zur Frage, wessen Rack ein Betreiber überhaupt kühlen, versorgen und beschaffen kann.

Was die Ankündigung offenlässt

Die Mitteilung nennt keinen Liefertermin, keine Taktraten, keine Speichergröße, keine Bandbreite, keinen Preis und keinen Kunden. Auch ob Raptor in gemischten Racks neben Nvidia-GPUs oder in reinen XPU-Konfigurationen vorgesehen ist, steht dort nicht. Wer den technischen Gewinn dieses Schritts beziffern will, hat auf dieser Grundlage keine einzige Messzahl in der Hand, sondern nur eine Architekturentscheidung.

Zur Quellenlage: Dieser Text stützt sich auf eine einzige Quelle, den Unternehmensblog von Nvidia. Das ist eine Partei des Geschäfts. Eine unabhängige Bestätigung durch d-Matrix selbst oder durch Dritte lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor.

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Häufige Fragen

Was ist NVLink Fusion?

Nvidias Scale-up-Verbindung, die auch für Beschleuniger anderer Hersteller geöffnet wird. Damit lassen sich Fremdchips wie Raptor von d-Matrix in Nvidia-Racks einsetzen.

Wann kommt die Raptor-XPU von d-Matrix?

Die Ankündigung nennt kein Datum. Raptor wird nur als nächste XPU-Generation beschrieben, ohne Liefertermin und ohne Angaben zur Verfügbarkeit.

Ist d-Matrix weiterhin ein Konkurrent von Nvidia?

Bei Inferenz-Beschleunigern ja. Bei der Rack-Infrastruktur wird d-Matrix zum Abnehmer, denn Raptor soll in Nvidias MGX-Umgebung mit deren Strom und Kühlung laufen.

Quellen

Weitere Berichte