Agents API: OpenAI öffnet die Codex-Infrastruktur
Ohne Aufpreis, mit neun Sandbox-Partnern und vorerst nur US-Datenhaltung: OpenAI gibt Entwicklern dieselbe Agenten-Laufzeit, auf der Codex läuft.
Kurz gesagt
OpenAI hat die Agents API am 10.09.2026 als Public Beta für alle Entwickler geöffnet: ein verwalteter Dienst auf Basis des quelloffenen Codex-Harness, der Kontext, Werkzeuge und Subagenten selbst verwaltet und für den über Token, Werkzeuge und Container-Laufzeit hinaus keine Plattformgebühr anfällt.
Auf einen Blick
- Public Beta seit 10.09.2026, offen für alle Entwickler; Unterbau ist der quelloffene Codex-Harness.
- Keine Plattformgebühr: abgerechnet werden Token, Werkzeuge und Container-Laufzeit.
- Vier Kernbegriffe: Agent, Environment, Session sowie Events und Items.
- Sandbox bei OpenAI, selbst gehostet oder bei neun Partnern, darunter Cloudflare, Vercel und Oracle.
- Grenzen laut Quelle: Datenhaltung nur in den USA, Zero Data Retention nicht unterstützt.
OpenAI hat am 10.09.2026 die Agents API als Public Beta für alle Entwickler geöffnet. Der Dienst verpackt denselben Unterbau, auf dem Codex und ChatGPT laufen, in wenige API-Aufrufe. Er übernimmt Kontextverwaltung, Werkzeugsteuerung und die Übergabe von Teilaufgaben an Subagenten. Eine eigene Plattformgebühr fällt nach beiden ausgewerteten Quellen nicht an.
Vier Bausteine statt eigener Agentenschleife
MarkTechPost beschreibt vier Kernbegriffe: Agent, Environment, Session sowie Events und Items. Eine Session wird angelegt, lässt sich im Verlauf verfolgen, fortsetzen und im laufenden Betrieb nachsteuern. Damit entfällt der Teil, den Teams bisher selbst gebaut haben: die Schleife, die Modellantworten, Werkzeugaufrufe und Zwischenstände zusammenhält.
Kontext, Werkzeuge, Subagenten
Nähert sich eine Session der Token-Grenze, verdichtet der Dienst den Kontext automatisch. Eine Werkzeugsuche soll den Token-Verbrauch senken, ohne den Modell-Cache zu entwerten. Werkzeugaufrufe lassen sich programmatisch parallel absetzen, und die Zahl gleichzeitig laufender Subagenten ist konfigurierbar - im dokumentierten Beispiel sind es höchstens drei. Als Werkzeugtypen nennen die Quellen MCP-Server, eigene Funktionen und eingebaute Werkzeuge wie die Websuche.
Wo die Sandbox läuft
Den Ausführungsort können Entwickler wählen. Neben der von OpenAI gehosteten Variante gibt es Selbst-Hosting über den Codex-exec-Server per WebSocket, den Verzicht auf eine Sandbox und neun Partnerumgebungen: Blaxel, Cloudflare, Daytona, DigitalOcean, E2B, Modal, Oracle, Runloop und Vercel. The Decoder hebt davon Cloudflare, Vercel und Oracle hervor.
Preis und harte Grenzen
Abgerechnet wird nach MarkTechPost über Token, Werkzeuge und Container-Laufzeit; eine zusätzliche Gebühr für die Orchestrierung gibt es nicht. The Decoder formuliert knapper und nennt allein den Token-Verbrauch. Zwei Einschränkungen stehen ausdrücklich im Text: Die Datenhaltung ist auf die USA beschränkt, und Zero Data Retention wird nicht unterstützt. Für regulierte Arbeitslasten in Europa ist das der entscheidende Satz.
Zahlen vom Anbieter, nicht aus dem Test
MarkTechPost gibt Kundenwerte wieder, die von den beteiligten Unternehmen stammen: Ciridae meldet eine Verbesserung von 0,71 auf 0,85 in der eigenen Auswertung und eine viermal niedrigere Latenz, SafetyKit 60 % geringere Kosten je Fall, Hypha 86 % weniger fehlgeschlagene Antworten. Nash.ai spricht davon, weltweit Tausende langlaufender Agenten zu betreiben. Unabhängig geprüft ist keine dieser Angaben.
Was die Quellen nicht belegen
Bei der Laufzeit gehen die beiden Texte auseinander: The Decoder schreibt von Läufen über Stunden, MarkTechPost von einem Dienst, der auf verlässlichen mehrtägigen Betrieb ausgelegt ist. Eine harte Obergrenze nennt keine der beiden Quellen. Ebenso fehlen Angaben zu Verfügbarkeitszusagen, zum Ende der Beta-Phase und dazu, wann die Datenhaltung über die USA hinaus reicht.
Häufige Fragen
Was kostet die Agents API zusätzlich zu den Token?
Nichts an Plattformgebühr. MarkTechPost nennt Token, Werkzeuge und Container-Laufzeit als Kostenpunkte, The Decoder nur den Token-Verbrauch.
Kann ich die Agents API in der EU für regulierte Daten nutzen?
Die Quelle nennt ausdrücklich Datenhaltung nur in den USA und keine Unterstützung für Zero Data Retention. Für regulierte EU-Daten sollten Sie das vorab klären.
Wie lange kann ein Agent in der Agents API laufen?
Eine harte Obergrenze nennt keine der beiden Quellen. The Decoder spricht von Stunden, MarkTechPost von einem Dienst für mehrtägigen Betrieb.