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Studie: Jeder Fünfte delegiert Arbeit an KI statt an Kollegen

Epoch-AI-Erhebung: 20 Prozent der US-Beschäftigten geben Aufgaben an KI ab, die früher an Kollegen gingen — 66 Prozent der Ergebnisse bleiben unverändert.

Studie: Jeder Fünfte delegiert Arbeit an KI statt an Kollegen

Symbolbild · KI-generiert (AI IN LIFE)

Auf einen Blick

  • 20 % der US-Beschäftigten delegieren mindestens eine Aufgabe an KI statt an Menschen
  • Basis: 1.106 Beschäftigte, Ipsos KnowledgePanel, 10.–19. Juli 2026
  • Top-Aufgaben: Datenanalyse (7,1 %), Dokumente lesen (5,7 %), Unterlagen führen (5,3 %)
  • 66 % der KI-Ergebnisse werden unverändert oder leicht editiert übernommen
  • Zeitersparnis: 53 % bei voller, 37 % bei teilweiser Delegation; 16 % brauchen länger

Jeder fünfte US-Beschäftigte delegiert inzwischen mindestens eine Aufgabe an KI, die er zuvor „an eine Kollegin, einen Kollegen oder externe Auftragnehmer übergeben" hätte („previously handed off to a coworker or contractor"). Das zeigt eine Erhebung des Forschungsinstituts Epoch AI, durchgeführt mit dem Ipsos KnowledgePanel; über die Ergebnisse berichteten am Wochenende mehrere Fachmedien.

Befragt wurden 1.106 erwerbstätige Erwachsene in den USA zwischen dem 10. und 19. Juli 2026, auf Basis von zehn Tätigkeiten aus der O*NET-Berufsdatenbank. Am häufigsten wandert Datenanalyse zur KI (7,1 Prozent), gefolgt vom Lesen von Arbeitsdokumenten (5,7) und dem Führen von Unterlagen (5,3).

Bemerkenswert ist die Qualität der Ergebnisse aus Sicht der Nutzer: 66 Prozent der KI-Resultate werden unverändert oder mit kleinen Korrekturen übernommen; nur 5 Prozent müssen grundlegend überarbeitet werden. Zeit spart vor allem, wer ganze Aufgaben abgibt: 53 Prozent berichten dann von Zeitgewinn, gegenüber 37 Prozent bei teilweiser KI-Unterstützung — 16 Prozent brauchen mit KI sogar länger.

Die Studie misst damit einen stillen Struktureffekt: KI ersetzt zunächst nicht Jobs, sondern die kleinen Übergaben zwischen Menschen — die Zuarbeit, die früher Kollegen, Assistenzen oder Dienstleister übernahmen. Genau dort entsteht messbare Produktivität, aber auch weniger Lernfläche für Berufseinsteiger.

Für Unternehmen heißt das: Wer Arbeitsabläufe plant, sollte Delegation an KI als eigene Kategorie behandeln — mit klaren Qualitätskontrollen. Denn dass zwei Drittel der KI-Ergebnisse fast ungeprüft übernommen werden, ist Effizienzgewinn und Risiko zugleich.

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Häufige Fragen

Wer steckt hinter der Studie?

Das Forschungsinstitut Epoch AI, das die Befragung mit dem probabilistischen Ipsos KnowledgePanel unter 1.106 US-Beschäftigten durchführte.

Ersetzt KI damit schon Jobs?

Die Studie misst keine Jobverluste, sondern verlagerte Übergaben: KI übernimmt Zuarbeit, die früher an Kollegen oder Dienstleister ging — ein Frühindikator für strukturelle Verschiebungen.

Wie verlässlich sind die KI-Ergebnisse?

Aus Nutzersicht hoch: 66 Prozent der Resultate werden unverändert oder mit kleinen Korrekturen übernommen; nur 5 Prozent müssen grundlegend überarbeitet werden.