Google öffnet Frontier-Modelle für 200 EU-Forschende
Google DeepMind und Google Cloud geben bis zu 200 von der EU-Kommission ausgewählten Forschenden Zugang zu fünf Modellen plus 3 Millionen Dollar Guthaben.
Kurz gesagt
Google DeepMind und Google Cloud stellen bis zu 200 Forschenden in Europa direkten Zugang zu fünf Forschungsmodellen sowie 3 Millionen US-Dollar Rechenguthaben bereit, ausgewählt hat die Teams laut AFP die EU-Kommission im Programm RAISE.
Auf einen Blick
- Angekündigt am 14.10.2026 auf einem KI-Gipfel in Dublin durch Google DeepMind und Google Cloud.
- Bis zu 200 Forschende, ausgewählt von der EU-Kommission im Programm RAISE (Resource for AI Science in Europe).
- 3 Millionen US-Dollar Guthaben für Rechenleistung bei Google Cloud.
- Fünf Modelle: AlphaFold 3, WeatherNext, AlphaGenome, AlphaEvolve, AlphaEarth Foundations.
- tech.eu hält fest: Google nennt nicht, welche Forschenden Zugang erhalten; kein Bewerbungsweg genannt.
Google DeepMind und Google Cloud stellen bis zu 200 Forschenden in Europa direkten Zugang zu fünf Forschungsmodellen und 3 Millionen US-Dollar Rechenguthaben bereit. Angekündigt wurde das am 14.10.2026 auf einem KI-Gipfel in Dublin. Die Auswahl der Teams erfolgte nach dem von AFP verbreiteten Bericht durch die EU-Kommission im Programm RAISE (Resource for AI Science in Europe).
Was im Paket steckt
Es geht nicht um einen Chatbot-Zugang, sondern um fünf Modelle aus dem Forschungsportfolio von Google DeepMind:
- AlphaFold 3 – in den Quellen der Proteinforschung zugeordnet
- WeatherNext – in den Quellen der Wettervorhersage zugeordnet
- AlphaGenome
- AlphaEvolve
- AlphaEarth Foundations
Für die drei letztgenannten Modelle nennen die beiden gelesenen Berichte keinen Einsatzbereich. Dazu kommt das Rechenguthaben bei Google Cloud – der eigentliche Hebel, denn Modelle dieser Klasse laufen nicht auf einem Institutsserver.
Wer auswählt – und wer nicht
Die Vergabe liegt dem AFP-Bericht zufolge bei der EU-Kommission, nicht bei Google. tech.eu hält dagegen fest, dass Google selbst nicht benannt hat, welche Forschenden den Zugang erhalten. Beide Angaben widersprechen sich nicht: Der Vergabeweg ist genannt, die Namen sind es nicht.
Google begründet den Schritt damit, Rechenleistung und Werkzeuge direkt in die Forschungsteams zu bringen, um das Tempo europäischer Innovation zu erhöhen und die wissenschaftliche Wettbewerbsfähigkeit des Kontinents zu stärken. Das ist die Darstellung des Unternehmens, keine Bewertung des Ergebnisses.
Was offen bleibt
Aus den beiden gelesenen Quellen geht nicht hervor:
- ob sich Forschende bewerben können oder vorgeschlagen werden
- über welchen Zeitraum das Guthaben nutzbar ist
- welche Länder und Einrichtungen beteiligt sind
- ob die 200 Plätze schon vollständig vergeben sind – tech.eu schreibt von "bis zu 200"
Einordnung
Wie viel Rechenzeit 3 Millionen US-Dollar in dieser Modellklasse kaufen, beziffern die Quellen nicht. Rein gerechnet sind es 15.000 US-Dollar pro Kopf, falls alle 200 Plätze belegt werden – eine Größenordnung für Pilotprojekte, nicht für dauerhafte Infrastruktur.
Der Zeitpunkt fällt in eine laufende Debatte: Der AFP-Bericht ordnet die Ankündigung in Forderungen nach strengeren KI-Regeln nach jüngsten Sicherheitsvorfällen ein. tech.eu verweist zugleich auf neu gegründete Labore in London, hinter denen frühere DeepMind-Forschende stehen – genannt werden Ineffable Intelligence und Inherent.
Häufige Fragen
Wie viele Forschende erhalten Zugang zu Googles Frontier-Modellen?
Bis zu 200 Forschende in Europa. tech.eu spricht von bis zu 200, der AFP-Bericht von 200 ausgewählten Forschenden.
Welche Google-Modelle sind im RAISE-Zugang enthalten?
AlphaFold 3, WeatherNext, AlphaGenome, AlphaEvolve und AlphaEarth Foundations – fünf Forschungsmodelle von Google DeepMind.
Kann man sich für den Zugang bewerben?
Das lässt sich aus den gelesenen Quellen nicht sagen. Die Auswahl läuft laut AFP über die EU-Kommission im Programm RAISE; ein Bewerbungsverfahren wird nicht beschrieben.