Nous Research bündelt neun Hermes-Plugins in einem Repo
Der offizielle Katalog umfasst Home Assistant, Spotify und einen experimentellen Zugang, der das Agentensystem über ein Claude-Abo betreibt.
Kurz gesagt
Nous Research hat seine offiziellen Hermes-Erweiterungen in einem einzigen MIT-lizenzierten Repository mit neun Plugins zusammengeführt, die sich jeweils mit einem Katalogbefehl installieren lassen.
Auf einen Blick
- Repository NousResearch/hermes-official-plugins, MIT-Lizenz, 115 Commits im Hauptzweig.
- 197 Sterne, 13 Forks, 30 offene Issues und 31 Pull Requests zum Zeitpunkt des Abrufs.
- Neun Plugins, darunter Home Assistant, Spotify, Blender, Snyk, TouchDesigner und Telegram Business Mode.
- Spotify-Plugin: sieben Werkzeuge; die Wiedergabesteuerung setzt ein Premium-Konto voraus.
- Home-Assistant-Plugin: vier Werkzeuge, Gerätebefehle laufen über die REST-API.
Nous Research hat seine offiziellen Hermes-Erweiterungen in ein einzelnes Repository zusammengeführt. hermes-official-plugins listet neun Plugins unter MIT-Lizenz, die sich jeweils mit einem Katalogbefehl einrichten lassen. Bisher lagen Module wie die Home-Assistant-Anbindung in eigenen Repositories.
Claude-Abo als Modellquelle
Die meiste Aufmerksamkeit dürfte das als experimentell markierte Plugin Claude Subscription DirectSDK bekommen. Es tritt als Modellanbieter auf und betreibt den Agenten über die offizielle Claude-Code-Befehlszeile auf einem bestehenden Claude-Pro- oder Claude-Max-Abonnement, statt über API-Schlüssel abzurechnen. Als Voraussetzung nennt das Projekt eine installierte Claude-Code-CLI.
Ob dieser Weg mit den Bedingungen des jeweiligen Abos vereinbar ist, geht aus der Projektseite nicht hervor. Eine Aussage von Anthropic dazu haben wir nicht geprüft. Die Einordnung „experimentell“ stammt vom Projekt selbst und ist alles, was an dieser Stelle belegt ist.
Was im Katalog steht
Hausautomation und Medien sind die beiden naheliegenden Felder: Das Home-Assistant-Plugin stellt vier Werkzeuge bereit und steuert Geräte über die REST-API, das Spotify-Plugin bringt sieben Werkzeuge für Wiedergabe, Warteschlange, Suche, Playlists und Bibliothek mit. Für Entwicklungsarbeit gibt es ein Snyk-Modul für Code-, Abhängigkeits-, Container-, IaC- und SBOM-Prüfungen.
Der Rest ist kreativ und betrieblich: ein Blender-Server, eine TouchDesigner-Brücke, ein Telegram-Modus mit vorgeschaltetem Freigabeschritt, ein Memory Wiki, das die lokale Sitzungshistorie in durchblätterbare Seiten überführt, und ein Akzentfarben-Picker für die Desktop-App.
Installation und Versionsbindung
Die Plugins sind Python-Pakete, die sich über eine Manifestdatei beschreiben, mit eigenen Abhängigkeiten und Tests pro Verzeichnis. Der Katalog kennt vier Unterbefehle: suchen, Details anzeigen, installieren und aktualisieren. Installiert wird laut Projektbeschreibung auf einen geprüften Commit, ein Update rückt auf die nächste freigegebene Fassung vor. Wer noch ein älteres Einzel-Repository nutzt, wird auf denselben Update-Befehl verwiesen.
Die Einzeiler-Installation verdeckt, dass mehrere Plugins zusätzliche Software brauchen: Blender ab Version 5.1 samt MCP-Add-on sowie Git und uv, das Snyk-Modul Node.js und ein kostenloses Snyk-Konto, TouchDesigner läuft nur unter macOS oder Windows.
Einordnung
Die Zahlen auf der Projektseite sind eine Momentaufnahme und klein: 197 Sterne, 13 Forks, 115 Commits im Hauptzweig, 30 offene Issues und 31 offene Pull Requests. Das ist ein jung wirkendes, aktiv bearbeitetes Projekt und keine etablierte Plugin-Plattform. Dass Tests bei jedem Push, jedem Pull Request und zusätzlich nachts laufen, gibt das Projekt an; nachgemessen haben wir es nicht.
Für diesen Beitrag lag genau eine unabhängige Quelle vor: das Repository selbst. Alle Angaben zu Funktionsumfang, Testbetrieb und Abo-Anbindung sind damit Selbstauskunft der Betreiber, nicht durch eine zweite Redaktion oder einen eigenen Praxistest bestätigt.
Häufige Fragen
Wie installiere ich ein Hermes-Plugin?
Über den Katalogbefehl des Agenten, etwa die Install-Variante mit dem Plugin-Namen. Vorher lassen sich Einträge durchsuchen und im Detail ansehen; installiert wird auf einen geprüften Commit.
Kann Hermes über ein Claude-Abo statt über API-Schlüssel laufen?
Dafür ist das experimentelle Plugin Claude Subscription DirectSDK gedacht, das die offizielle Claude-Code-CLI mit einem Pro- oder Max-Abo nutzt. Ob das den Abo-Bedingungen entspricht, sagt das Projekt nicht.
Welche Plugins gibt es offiziell für Hermes Agent?
Neun: Home Assistant, Spotify, Claude Subscription DirectSDK, Telegram Business Mode, Memory Wiki, Blender, Snyk, TouchDesigner und ein Akzentfarben-Picker für die Desktop-App.