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Anthropic: Kostenloser KI-Scanner für Open-Source-Code

Mit der Cyber Mission startet Anthropic einen kostenlosen Schwachstellen-Scanner für Open-Source-Projekte – Berichte gehen ohne menschliche Prüfung raus.

Anthropic: Kostenloser KI-Scanner für Open-Source-Code
Symbolbild: Nahaufnahme eines nächtlichen Maintainer-Arbeitsplatzes, an dem neben dem Bildschirm gerade eine Warnleuchte am Server angeht.

Kurz gesagt

Anthropic stellt mit dem OSS-Scanner ein kostenloses KI-Werkzeug bereit, das angemeldete Open-Source-Projekte automatisch auf Schwachstellen prüft, Funde erklärt und Patches vorschlägt – nach eigener Erwartung mit mehr als 90 Prozent Treffergenauigkeit, aber ohne menschliche Prüfung der Berichte.

Auf einen Blick

  • Cyber Mission: Anthropics Programm aus zwei Teilen – OSS-Scanner und Critical Infrastructure Defense Program (CIDP).
  • Vier Gründungspartner im CIDP: CrowdStrike, Palo Alto Networks, Deloitte und Rockwell Automation.
  • Erwartete Treffergenauigkeit laut Anthropic: mehr als 90 Prozent; Berichte gehen ohne menschliche Prüfung an die Projekte.
  • Teilnahme freiwillig: Maintainer melden Projekte über GitHub an, wenn diese für Infrastruktur oder Nutzersicherheit zentral sind.

Anthropic stellt mit dem OSS-Scanner ein kostenloses KI-Werkzeug bereit, das angemeldete Open-Source-Projekte automatisch auf Schwachstellen prüft, die Funde erklärt und Patches vorschlägt. Das Unternehmen rechnet mit einer Treffergenauigkeit von mehr als 90 Prozent, schickt die Berichte aber ohne menschliche Prüfung an die Projekte.

Ein Scanner für Code, den kaum jemand bezahlt

Ein großer Teil heutiger Software läuft auf Open-Source-Bibliotheken, die kleine, oft ehrenamtliche Teams pflegen. Genau dort setzt der Scanner an: Er sucht in solchen Projekten nach Sicherheitslücken, beschreibt, worin das Problem besteht, und schlägt eine Korrektur vor. Anthropic begründet das Angebot damit, dass Angreifer längst leistungsfähige KI-Modelle nutzen, während Verteidigern vergleichbare Werkzeuge fehlen.

Die Berichte entstehen automatisiert. Anthropic weist selbst darauf hin, dass sie ohne menschliche Kontrolle verschickt werden und Fehler enthalten können. Maintainer müssen jeden Hinweis also selbst bewerten, bevor daraus ein Commit wird.

Cyber Mission: zwei Bausteine

Der Scanner ist der eine Teil eines langfristig angelegten Programms, das Anthropic als Cyber Mission bezeichnet. Der zweite Teil heißt Critical Infrastructure Defense Program (CIDP) und richtet sich an Betreiber von Stromnetzen, Wasserversorgung und Verkehrsnetzen. Sie erhalten Zugang zu Claude-Modellen, Unterstützung durch Ingenieure und Analysen zur Bedrohungslage.

Als Gründungspartner nennt Anthropic vier Unternehmen: CrowdStrike, Palo Alto Networks, Deloitte und Rockwell Automation.

Wer mitmachen kann

Die Teilnahme ist freiwillig. Maintainer melden ihr Projekt über GitHub an, sofern es für kritische Infrastruktur oder für die Sicherheit von Nutzern eine zentrale Rolle spielt. Eine Gebühr fällt dafür nicht an.

Was offen bleibt

Mehrere Punkte lassen sich aus der vorliegenden Berichterstattung nicht belegen. Welche Claude-Version im Scanner arbeitet, ist nicht genannt; ebenso fehlen Angaben dazu, wie viele Projekte aufgenommen werden und wie lange das Angebot kostenlos bleibt. Wie Anthropic die erwarteten mehr als 90 Prozent gemessen hat, bleibt ebenfalls offen, eine unabhängige Prüfung dieser Quote liegt nicht vor. Auch zum Umfang der CIDP-Leistungen pro Betreiber gibt es keine Zahlen.

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Häufige Fragen

Was kostet der OSS-Scanner von Anthropic?

Nichts. Anthropic stellt den Scanner kostenlos bereit; Maintainer melden ihr Projekt freiwillig über GitHub an.

Wie genau ist der KI-Scanner von Anthropic?

Anthropic erwartet eine Treffergenauigkeit von mehr als 90 Prozent. Eine unabhängige Prüfung dieser Angabe liegt nicht vor, und die Berichte gehen ohne menschliche Kontrolle heraus.

Welche Open-Source-Projekte kann ich anmelden?

Projekte, die für kritische Infrastruktur oder für die Sicherheit von Nutzern eine zentrale Rolle spielen. Welches Claude-Modell dahinter arbeitet, nennt Anthropic nicht.

Quellen

Weitere Berichte