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NTT plant Rechenzentrum für Anthropic in Osaka

Rund 6,3 Milliarden Dollar, Standort Osaka, Teilbetrieb ab 2028: NTT Data steht laut Nikkei in der Endphase der Gespräche mit Anthropic.

NTT plant Rechenzentrum für Anthropic in Osaka
Symbolbild: Ein an einem Kranhaken hängendes Servermodul schwebt über den offenen Ankerbolzen einer noch unfertigen Rechenzentrumshalle.

Kurz gesagt

NTT Data will laut einem Bericht der Nikkei für geschätzt 6,3 Milliarden Dollar ein eigenes Rechenzentrum für Anthropic in Osaka errichten, das 2028 teilweise in Betrieb gehen soll.

Auf einen Blick

  • Bauherr ist die NTT Data Group, exklusiver Nutzer der Kapazität soll der US-KI-Anbieter Anthropic sein.
  • Standort: Osaka in Westjapan – laut Nikkei eine der größten Rechenkapazitäten des Landes.
  • Geschätzte Baukosten: rund 6,3 Milliarden Dollar.
  • Zeitplan: Teilinbetriebnahme 2028. Die Gespräche sind laut Bericht in der Endphase, aber nicht abgeschlossen.
  • Nicht belegt: Leistung in Megawatt, Chip-Ausstattung, Vertragslaufzeit und Finanzierungsstruktur.

Die NTT Data Group steht nach einem Bericht der Nikkei in der Endphase der Verhandlungen über ein Rechenzentrum, das ausschließlich Anthropic bedienen soll. Der Standort liegt in Osaka, die Baukosten werden auf rund 6,3 Milliarden Dollar geschätzt. Ein Teil der Anlage soll 2028 in Betrieb gehen.

Erstes eigenes Rechenzentrum von Anthropic in Japan

Bisher verfügt Anthropic über keine dedizierte Rechenkapazität in Japan. Nach dem beschriebenen Modell baut und betreibt nicht der KI-Anbieter selbst, sondern ein japanischer IT-Konzern – Anthropic bekommt die Leistung, NTT Data trägt Bau und Betrieb. Nikkei bezeichnet die geplante Rechenleistung als eine der größten in Japan, nennt dafür aber keine Megawattzahl.

Was der Nikkei-Bericht offenlässt

Drei Angaben fehlen bislang vollständig: die elektrische Anschlussleistung, die vorgesehenen Beschleuniger und die Laufzeit des Abnahmevertrags. Auch die Finanzierung der genannten 6,3 Milliarden Dollar ist nicht öffentlich beschrieben. Entscheidend ist zudem die Formulierung des Berichts: Endphase der Gespräche heißt noch keine Unterschrift, und Projekte dieser Größenordnung sind in der Vergangenheit auch spät noch gescheitert.

Warum Osaka und nicht Tokio

Kapazität im eigenen Land räumt für regulierte Kunden zwei Einwände aus, die bei Rechenzentren im Ausland bleiben: Latenz und Datenhaltung. Osaka liegt dabei im Kansai-Raum und damit außerhalb des Großraums Tokio, in dem sich japanische Rechenzentren traditionell konzentrieren. Für Anthropic wäre es der erste eigene Standort in einem Markt, in dem Behörden und Großkonzerne beim Einsatz von KI auf inländische Verarbeitung achten.

Worauf jetzt zu achten ist

Belastbar wird das Vorhaben erst mit drei Dingen: einer bestätigten Vereinbarung beider Seiten, einer genannten Anschlussleistung und einem Nachweis, woher der Strom für den Standort kommen soll. Solange nur der Bericht vorliegt, ist die Zahl von 6,3 Milliarden Dollar eine Schätzung der Baukosten, kein vertraglich fixiertes Investitionsvolumen. Die Ausgangsmeldung stammt von Nikkei Asia; Stellungnahmen von NTT Data oder Anthropic lagen zum Berichtszeitpunkt nicht vor.

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Häufige Fragen

Wer baut das Rechenzentrum für Anthropic in Japan?

Die NTT Data Group. Anthropic soll die Rechenkapazität nutzen, Bau und Betrieb liegen laut Nikkei beim japanischen IT-Konzern.

Wann geht das Rechenzentrum in Osaka in Betrieb?

Ein Teil der Anlage soll 2028 starten. Ein Termin für den Vollbetrieb ist in dem Bericht nicht genannt.

Ist der Vertrag zwischen NTT Data und Anthropic schon unterschrieben?

Nein. Nikkei beschreibt die Gespräche als in der Endphase. Eine Unterschrift oder eine gemeinsame Ankündigung beider Unternehmen liegt nicht vor.

Quellen

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