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Bericht: OpenAI kauft Glass Imaging für 300 Mio. Dollar

Laut Wall Street Journal zahlt OpenAI über 300 Millionen Dollar für das Start-up zweier Ex-Apple-Ingenieure – Kamera-Know-how für eigene Hardware.

Bericht: OpenAI kauft Glass Imaging für 300 Mio. Dollar
Symbolbild: Ein Roboterarm setzt ein Mehrlinsen-Kameramodul auf einen Kalibrierstand, während eine Person von hinten an einem Regler dreht.

Kurz gesagt

OpenAI übernimmt laut einem Bericht des Wall Street Journal das kalifornische Kamera-Start-up Glass Imaging für mehr als 300 Millionen US-Dollar; bestätigt hat den Kauf bisher keine der beiden Firmen.

Auf einen Blick

  • Kaufpreis: mehr als 300 Millionen US-Dollar, zuerst berichtet vom Wall Street Journal – unbestätigt von beiden Seiten.
  • Glass Imaging wurde 2019 in Los Altos, Kalifornien, gegründet und sammelte zuvor rund 29 Millionen US-Dollar ein.
  • Gründer sind Ziv Attar (CEO) und Tom Bishop (CTO), beide zuvor bei Apple im Team hinter dem Porträtmodus.
  • Die Series A über 20 Millionen US-Dollar führte Insight Venture Management im Mai 2025 an; davor kamen 9,3 Millionen Seed-Geld.
  • OpenAI kaufte im Mai 2025 bereits Jony Ives Hardware-Firma io für 6,5 Milliarden US-Dollar in Aktien.

OpenAI übernimmt nach einem Bericht des Wall Street Journal vom 14.09.2026 das Start-up Glass Imaging für mehr als 300 Millionen US-Dollar. Bestätigt hat den Kauf bisher weder OpenAI noch Glass Imaging. Alles unterhalb dieser Schlagzeile steht damit auf einer einzigen Quelle.

Was Glass Imaging baut

Die Firma sitzt in Los Altos, Kalifornien, und wurde 2019 gegründet. Ihr Produkt GlassAI ersetzt den klassischen Bildsignalprozessor durch ein neuronales Netz. Statt ein fertiges Bild nachträglich zu schönen, verarbeitet es die Rohdaten des Sensors in einem einzigen Durchlauf – Demosaicing, Farbrekonstruktion, Rauschunterdrückung, Schärfung und die Fusion mehrerer Einzelbilder fallen zusammen.

Das Versprechen: erhalten bleibt, was der Sensor wirklich aufgezeichnet hat, statt was ein Algorithmus dazuerfindet. Der Preis dafür ist Aufwand. Für jedes Telefonmodell muss ein eigenes Netz auf die konkrete Linsen-Sensor-Kombination trainiert werden, weil die Software das optische Verhalten genau dieser Linse mitmodelliert.

Zwei Leute aus dem Apple-Kameralabor

Geführt wird Glass Imaging von Ziv Attar (CEO) und Tom Bishop (CTO). Beide kommen aus Apples Computational Photography und leiteten dort das Team hinter dem Porträtmodus. Attar kam 2015 zu Apple, als der Konzern sein israelisches Start-up LinX Imaging für rund 20 Millionen US-Dollar übernahm.

Shivansh Rao aus dem ML-Team der Firma nennt eine konkrete Zahl: Ein gängiges Auflösungsmaß sei um mehr als 50 % gestiegen, während die Pixelgröße von 0,75 auf 0,35 Mikrometer schrumpfte. Das ist eine Herstellerangabe, kein unabhängig nachgemessener Wert.

Geld rein, Geld raus

Die Finanzierung war überschaubar. Insight Venture Management führte im Mai 2025 eine Series A über 20 Millionen US-Dollar an, davor lag 2024 eine erweiterte Seed-Runde über 9,3 Millionen US-Dollar. Die beiden Berichte runden die Gesamtsumme leicht unterschiedlich – auf rund 29 beziehungsweise rund 30 Millionen US-Dollar. Für einen Exit jenseits von 300 Millionen ist beides ein gutes Vielfaches.

In Geräten steckt die Technik bereits: Der chinesische Hersteller Honor nutzt GlassAI laut SiliconAngle für den Zoom der 600er-Serie, deren Hauptkamera 200 Megapixel auflöst. Eine Rohvideo-Variante wurde auf Qualcomm-Chips gezeigt.

Warum ausgerechnet eine Kamerafirma

OpenAI arbeitet erklärtermaßen an eigener Hardware. Im Mai 2025 zahlte das Unternehmen 6,5 Milliarden US-Dollar in Aktien für io, die Hardware-Firma von Jony Ive, im April 2026 kam der Tech-Podcast TBPN dazu. Der geplante Börsengang wurde auf 2027 verschoben. Die Bildverarbeitung ist einer der wenigen Teile eines Telefons, den man nicht fertig zukaufen kann und der trotzdem sofort sichtbar ist.

Was offen bleibt

Unbestätigt sind nicht nur der Preis, sondern auch Vertragsdetails, Abschlussdatum und die Frage, ob das Team geschlossen wechselt. Ebenso offen: ob die Honor-Partnerschaft weiterläuft und ob GlassAI je in ein OpenAI-Gerät wandert. Auf eine Anfrage von TechCrunch hat OpenAI nicht reagiert.

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Häufige Fragen

Wie viel zahlt OpenAI für Glass Imaging?

Mehr als 300 Millionen US-Dollar, berichtet das Wall Street Journal. Weder OpenAI noch Glass Imaging haben die Summe oder den Kauf selbst bestätigt.

Was macht die Software GlassAI?

Sie ist ein neuronaler Bildsignalprozessor: Demosaicing, Farbrekonstruktion, Rauschunterdrückung, Schärfung und Bildfusion laufen in einem Durchgang direkt auf den Sensor-Rohdaten, trainiert pro Telefonmodell.

Welche Smartphones nutzen die Technik bereits?

Der chinesische Hersteller Honor setzt GlassAI für den Zoom seiner 600er-Serie ein, deren Hauptkamera 200 Megapixel hat. Eine Variante für Rohvideo wurde auf Qualcomm-Chips demonstriert.

Quellen

Weitere Berichte