ClawPanel: Multi-Engine-Panel für fünf Agent-Engines
Das Open-Source-Panel verwaltet OpenClaw, Hermes Agent, DeepSeek Harness, OpenCode und das experimentelle Pi aus einer Tauri-v2-App.
Kurz gesagt
ClawPanel bündelt fünf Agent-Engines – OpenClaw, Hermes Agent, DeepSeek Harness, OpenCode und das experimentelle Pi – samt eigenem KI-Assistenten in einer Tauri-v2-App, die vom Desktop bis zum ARM-Einplatinenrechner läuft.
Auf einen Blick
- Engines: OpenClaw, Hermes Agent, DeepSeek Harness, OpenCode sowie Pi als Experimentalstufe.
- Technik: Rust-Backend mit Tauri v2, Oberfläche aus Vanilla JS und Vite, ohne Framework.
- Betrieb: Node.js 18 als Minimum, empfohlen 24.16.0; Ports 1420 und 18789 müssen frei sein.
- Reichweite: 11 Sprachen, Builds für macOS, Windows, Linux, Docker und ARM64-Boards.
- Lizenz: AGPL-3.0, laut Repository zusätzlich kommerzielle Lizenz für Firmen verfügbar.
ClawPanel ist ein quelloffenes Kontrollpanel, das fünf Agent-Laufzeiten in einer einzigen Desktop-Anwendung zusammenfasst: OpenClaw, Hermes Agent, DeepSeek Harness, OpenCode und das im Repository als experimentell gekennzeichnete Pi. Das Projekt liegt als GitHub-Repository von qingchencloud vor und kombiniert ein Rust-Backend auf Tauri v2 mit einer Oberfläche aus reinem JavaScript. Alle folgenden Angaben stammen aus der Projektbeschreibung selbst, nicht aus einem eigenen Test.
Fünf Engines unter einer Oberfläche
Der Kern des Projekts ist die Engine-Verwaltung. Wer heute mehrere Agent-Frameworks parallel betreibt, bedient in der Regel mehrere Konfigurationswelten; ClawPanel legt darüber eine gemeinsame Verwaltungsschicht. Dazu zählen laut Repository eine Visualisierung des Langzeitgedächtnisses, Sitzungsverwaltung, Persönlichkeitsprofile und Erweiterungen für Kanäle.
Hinzu kommt die Modellverwaltung: mehrere Anbieter lassen sich hinterlegen und in einem Durchlauf auf Erreichbarkeit prüfen. Das Panel bringt außerdem einen eigenen KI-Assistenten mit, beschrieben mit 4 Betriebsmodi, 8 Werkzeugen und interaktiven Rückfragen. Werkzeugaufrufe, Bilderkennung und multimodale Eingaben nennt das Projekt ausdrücklich.
Rust-Kern statt Browser-Wrapper
Technisch setzt ClawPanel auf Rust und Tauri v2, die Kommunikation läuft über Tauri-IPC und ein Shell-Plugin. Das Frontend verzichtet auf ein Framework und besteht aus Vanilla JavaScript mit Vite, das Styling aus reinem CSS mit Variablen. Für ein Werkzeug, das Agenten-Prozesse starten und beobachten soll, ist der Shell-Zugriff der eigentliche Hebel – und damit auch die sensibelste Stelle.
Vom Laptop bis zum ARM-Board
Pakete gibt es für macOS auf Apple Silicon und Intel, für Windows als EXE und MSI sowie für Linux als AppImage, DEB und RPM. Ergänzend nennt das Repository eine Web- beziehungsweise Headless-Variante, Docker samt Compose und Unterstützung für ARM64-Geräte wie Orange Pi, Raspberry Pi und RK3588. Ein Einplatinenrechner als Dauerläufer für Agenten ist damit ein vorgesehener Fall, nicht nur ein Bastelpfad.
Als Voraussetzungen führt das Projekt Node.js 18 als Untergrenze und 24.16.0 aus der 24er-Reihe als Empfehlung für die vollständige Engine-Installation auf. Git wird für das Nachladen von Abhängigkeiten benötigt, frei sein müssen die Ports 1420 für das Panel und 18789 für das Gateway. Die Installation ist neben dem Download-Center und GitHub Releases auch als Ein-Klick-Skript für Linux und als Quellbau mit Rust beschrieben.
Rechte, Passwörter und Lizenz
Auf der Sicherheitsseite nennt ClawPanel ein Zugangspasswort für das Panel, eine Authentifizierung des Gateways über Token und Passwort, eine dreistufige Rechtekontrolle für Agent-Werkzeuge und eine Sichtbarkeitssteuerung für Sitzungen. Eine dreistufige Freigabe für Werkzeugaufrufe ist bei Agenten mit Shell-Zugriff die wichtigere der vier Angaben. Belegt ist bislang, dass die Mechanismen beschrieben sind – nicht, wie belastbar sie im Betrieb sind.
Lizenziert ist das Projekt unter AGPL-3.0, zusätzlich verweist es auf eine kommerzielle Lizenz für den Unternehmenseinsatz. Für eingebettete oder gehostete Nutzung ist das der entscheidende Punkt: Die AGPL greift auch bei Netzwerkzugriff auf eine veränderte Fassung.
Was offen bleibt
Die öffentlich sichtbaren Zahlen des Repositorys lagen beim Abruf bei rund 2.900 Sternen, 367 Forks, 12 Beobachtern, 109 offenen Issues, 19 Pull Requests und 796 Commits im Hauptzweig. Das sind Momentaufnahmen und kein Qualitätsmaß.
Nicht überprüfbar waren auf der abgerufenen Seite die aktuelle Release-Nummer und ihr Veröffentlichungsdatum, die Zahl der Beitragenden und die Sprachanteile im Code. Zu diesem Projekt liegt bislang außerdem nur eine unabhängige Quelle vor, nämlich das Repository selbst. Funktionsangaben wie die 8 Werkzeuge oder die 11 Sprachen sind damit Selbstauskunft und nicht von dritter Seite bestätigt.
Häufige Fragen
Welche Agent-Engines unterstützt ClawPanel?
Laut Repository fünf: OpenClaw, Hermes Agent, DeepSeek Harness, OpenCode und Pi, letzteres als experimentelle Stufe gekennzeichnet.
Was braucht man, um ClawPanel zu installieren?
Node.js 18 als Minimum, empfohlen 24.16.0 für die vollständige Engine-Installation, dazu Git sowie freie Ports 1420 und 18789. Es gibt Pakete für macOS, Windows und Linux, Docker und ARM64-Boards.
Darf man ClawPanel kommerziell einsetzen?
Die Standardlizenz ist AGPL-3.0, deren Copyleft auch bei Netzwerkzugriff auf veränderte Versionen greift. Das Repository nennt zusätzlich eine kommerzielle Lizenz für Unternehmen.