USA und China schalten KI-Hotline für Zwischenfälle
Beim Staatsbesuch von Xi Jinping in Washington vereinbarten beide Seiten einen Kanal für KI-Vorfälle – das nächste Gespräch soll spätestens im November folgen.
Kurz gesagt
Die USA und China haben beim Staatsbesuch von Xi Jinping in Washington einen eigenen Kommunikationskanal für Zwischenfälle mit KI-Systemen eingerichtet.
Auf einen Blick
- Neuer Kanal für KI-Zwischenfälle zwischen Washington und Peking, vereinbart beim dreitägigen Staatsbesuch von Xi Jinping.
- Das nächste Gespräch in diesem Format soll spätestens im November stattfinden.
- Beide Seiten nutzen künftig Trumps Wunschbegriff „Superintelligenz“ statt „Künstliche Intelligenz“.
- Dazu Zollsenkungen für Waren im Wert von 30 Milliarden Dollar je Richtung.
- China will zwei Jahre lang jährlich 10 Millionen Tonnen US-Kohle kaufen.
Die USA und China haben einen direkten Kommunikationskanal für Zwischenfälle mit KI-Systemen eingerichtet. Vereinbart wurde er beim dreitägigen Staatsbesuch des chinesischen Staatschefs Xi Jinping bei US-Präsident Donald Trump in Washington. Beide Seiten wollen darin regelmäßig über Risiken und Nutzen der Technologie sprechen. Das nächste Gespräch soll spätestens im November folgen.
Was der Kanal leisten soll
Der Mechanismus ist als fester Draht zwischen beiden Regierungen angelegt, nicht als einmaliges Treffen. Laut Handelsblatt geht es um einen wiederkehrenden Austausch, der ausdrücklich beide Seiten der Technologie umfasst: Gefahren und Nutzen. Welche Behörden den Kanal auf beiden Seiten besetzen und was im Ernstfall einen Anruf auslöst, ist bislang nicht öffentlich.
Streit um ein Wort
Mitvereinbart wurde eine Sprachregelung. Beide Delegationen wollen künftig von „Superintelligenz“ sprechen, wo sonst „Künstliche Intelligenz“ stünde. Der Begriff geht auf Trump zurück; er begründete den Wechsel damit, die herkömmliche Bezeichnung lasse die Technik „fake“ erscheinen.
Teil eines größeren Pakets
Der KI-Kanal stand neben den handelspolitischen Ergebnissen des Besuchs. Beide Länder senken Zölle auf Waren im Wert von 30 Milliarden Dollar je Richtung – auf US-Seite unter anderem Agrarprodukte, Holz, Kosmetik und Medizintechnik, auf chinesischer Seite kleine Haushaltsgeräte, Spielzeug, Weihnachtsschmuck und Autositze. Zusätzlich sagte China zu, zwei Jahre lang jährlich 10 Millionen Tonnen Kohle aus den USA zu kaufen.
Was hier nicht belegt ist
Andere Berichte beschreiben den Mechanismus als „rotes Telefon“ für KI und führen die Forderung danach auf Uno-Generalsekretär António Guterres zurück. Diese Zuordnung stammt aus einer Anriss-Meldung des Spiegel; weder der Volltext dort noch der Bericht von Zeit Online war für diesen Beitrag abrufbar, sie ist hier also nicht gegengeprüft. Nachprüfbar belegt ist ausschließlich, was das unten verlinkte Handelsblatt berichtet. Ob ein terminierter Gesprächskanal bei einem akuten KI-Vorfall schnell genug greift, sagt die Vereinbarung selbst nicht.
Häufige Fragen
Was genau haben die USA und China zu KI vereinbart?
Einen Kommunikationskanal für Zwischenfälle mit KI-Systemen, über den beide Regierungen regelmäßig über Risiken und Nutzen der Technologie sprechen wollen.
Wann findet das nächste Gespräch in diesem Format statt?
Spätestens im November, so die Vereinbarung. Ein genauer Termin und die beteiligten Behörden wurden nicht mitgeteilt.
Warum ist von Superintelligenz statt Künstlicher Intelligenz die Rede?
Beide Seiten übernahmen Trumps Wunschbegriff. Er begründete das damit, dass „Künstliche Intelligenz“ die Technik „fake“ erscheinen lasse.