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Anthropic wirft chinesischen KI-Rivalen Umleitung vor

Laut Anthropic schleusten Moonshot und DeepSeek Nutzeranfragen über Fake-Konten zu Claude – samt Daten aus China und Russland.

Anthropic wirft chinesischen KI-Rivalen Umleitung vor
Symbolbild: Eine Person steckt in einer Rechenzentrumsreihe ein Kabel in ein Serverrack, während Statusleuchten blinken und ein Bildschirm ein abstraktes Diagramm umgeleiteter Datenströme zeigt.

Kurz gesagt

Anthropic wirft den chinesischen Anbietern Moonshot und DeepSeek vor, Anfragen ihrer eigenen Nutzerinnen und Nutzer über Tausende Fake-Konten heimlich an Claude weitergeleitet zu haben – allein bei Kimi fast 300.000 Anfragen in zehn Tagen.

Auf einen Blick

  • Fast 300.000 Kundenanfragen ließ Moonshot laut Anthropic binnen zehn Tagen von Claude beantworten.
  • Dahinter stand demnach ein Netz aus 5.380 Fake-Konten.
  • Von Mai bis Juli griff Kimi nach Anthropics Darstellung 23 Millionen Mal auf Anthropic-Modelle zu.
  • Unter den umgeleiteten Inhalten: Aufnahmen aus der Umgebung chinesischer Armeestandorte.
  • Bei DeepSeek seien auch Einwahldaten für eine Datenbank der russischen Regierung durchgereicht worden.

Anthropic wirft zwei chinesischen KI-Anbietern vor, Anfragen der eigenen Kundschaft still an Claude weitergereicht zu haben, statt sie mit eigenen Modellen zu beantworten. Betroffen sind nach Darstellung des US-Unternehmens Moonshot mit dem Assistenten Kimi sowie DeepSeek. Die Anfragen liefen dem Bericht zufolge über Konten, die eigens dafür angelegt wurden.

Bei Moonshot soll Claude innerhalb von zehn Tagen fast 300.000 Kundenanfragen bearbeitet haben. Genutzt worden sei dafür ein Netz aus 5.380 Fake-Konten. Von Mai bis Juli habe Kimi insgesamt 23 Millionen Mal auf Anthropic-Modelle zugegriffen. Alle diese Angaben stammen aus Anthropics eigener Darstellung, wiedergegeben in einer dpa-Meldung.

Wer eine Anfrage an einen chinesischen Assistenten stellt, rechnet nicht damit, dass sie bei einem US-Anbieter landet. Genau das geschah laut Anthropic: Ein Nutzer lud Überwachungsaufnahmen aus der Umgebung chinesischer Armeestandorte hoch, in der Annahme, Kimi bearbeite die Anfrage. Über DeepSeek sollen unter anderem Daten einer Behörde aus dem Umfeld des russischen Verteidigungsministeriums sowie gültige Einwahldaten für eine Datenbank der russischen Regierung eingegangen sein.

Günstige Modelle aus China gelten als Grund, an den Marktchancen teurer US-Anbieter zu zweifeln. Stimmen die Vorwürfe, wäre ein Teil der gelieferten Qualität nicht selbst erzeugt, sondern eingekauft – ohne Vertrag. Anthropic hält chinesischen Entwicklern zudem vor, amerikanische Software wie Claude und ChatGPT zum Training eigener Systeme zu verwenden.

Die Vorwürfe stehen bisher allein im Raum: In der vorliegenden Meldung findet sich keine Stellungnahme von Moonshot oder DeepSeek. Auch wie Anthropic die Konten identifiziert und gesperrt hat, welche vertraglichen oder aufsichtsrechtlichen Schritte folgen und wie der interne Bericht heißt, geht aus dem Text nicht hervor. Eine zweite, unabhängige Redaktion war für diesen Artikel technisch nicht abrufbar; die Zahlen sind daher nur über eine Quelle belegt.

◈ KI-generiert · Quellen verlinkt

Häufige Fragen

Was wirft Anthropic Moonshot und DeepSeek vor?

Beide Anbieter sollen Anfragen ihrer eigenen Nutzerinnen und Nutzer heimlich an Anthropics Claude umgeleitet haben, statt sie mit eigenen Modellen zu beantworten.

Wie viele Anfragen sind betroffen?

Anthropic nennt fast 300.000 Kundenanfragen bei Kimi in zehn Tagen, abgewickelt über 5.380 Fake-Konten, sowie 23 Millionen Zugriffe von Mai bis Juli.

Haben Moonshot und DeepSeek reagiert?

In der ausgewerteten Meldung ist keine Stellungnahme der beiden Unternehmen wiedergegeben; die Darstellung stammt bislang ausschließlich von Anthropic.

Quellen

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