Microsoft baut Copilot um: Eine App, weniger Features
Consumer- und Business-Copilot werden zu einer App zusammengelegt – erfolglose Funktionen wie Podcasts und der Avatar Mico fliegen raus.

Symbolbild · KI-generiert (AI IN LIFE)
Auf einen Blick
- Consumer- und Business-Copilot werden zu einer App „Microsoft Copilot“ vereinigt
- Gestrichen ab 18. August: Copilot Podcasts, Group Chat, Deep Research (Consumer), Avatar Mico
- Nachfolger „Researcher“ ist nur noch für Microsoft-365-Premium-Abonnenten verfügbar
- Rollout: erst Windows Insider, ab Mitte August mobil/Web, ab Mitte September Windows und Mac
- Nutzerbasis: ca. 38,5 Mio. monatliche Consumer-Nutzer und 30 Mio. bezahlte M365-Copilot-Seats
Microsoft räumt bei seinem KI-Assistenten auf: Die getrennten Copilot-Apps für Privat- und Geschäftskunden werden zu einer einzigen App „Microsoft Copilot“ zusammengelegt – ein Schritt, der intern als Vorbereitung auf eine „Super App“ gilt. Arbeits- und Privatkonten bleiben dabei technisch getrennt.
Gleichzeitig streicht der Konzern Funktionen, die sich nicht durchgesetzt haben: Ab dem 18. August verschwinden Copilot Podcasts, der Group Chat, die Consumer-Version von Deep Research und der animierte Avatar „Mico“. Als Ersatz für Deep Research gibt es künftig „Researcher“ – allerdings nur für zahlende Microsoft-365-Premium-Abonnenten. Ein bislang freies Feature wandert damit hinter die Paywall.
Der Rollout beginnt diese Woche bei den Windows Insidern, Mitte August folgen Mobile und Web weltweit, Mitte September dann Windows und Mac. Die neue Web-Adresse lautet copilot.cloud.microsoft.
Hintergrund des Umbaus ist der Abstand zum Marktführer: Rund 38,5 Millionen Menschen nutzen den Consumer-Copilot monatlich, dazu kommen etwa 30 Millionen bezahlte Microsoft-365-Copilot-Seats – gegenüber mehr als einer Milliarde wöchentlicher ChatGPT-Nutzer. Verantwortlich für die Neuausrichtung ist Jacob Andreou, der frühere Snap-Manager, nachdem Mustafa Suleyman im März in die Modellentwicklung gewechselt war.
Für Nutzerinnen und Nutzer bedeutet der Umbau vor allem: weniger Experimente, mehr Fokus. Microsoft konzentriert den Copilot auf die Kernfunktionen – und testet zugleich, wie viel Konsolidierung die eigene Nutzerbasis akzeptiert.
Häufige Fragen
Was ändert sich für bestehende Copilot-Nutzer?
Die getrennten Apps werden zu einer App zusammengeführt; Arbeits- und Privatkonten bleiben getrennt. Einige Funktionen wie Podcasts und Group Chat entfallen ersatzlos.
Was passiert mit Deep Research?
Die Consumer-Version wird eingestellt. Der Nachfolger Researcher steht nur Microsoft-365-Premium-Abonnenten zur Verfügung.
Warum macht Microsoft das?
Der Konzern bündelt Ressourcen auf Kernfunktionen und bereitet eine Super-App vor – auch, weil Copilot bei den Nutzerzahlen weit hinter ChatGPT liegt.


