New York überholt die Bay Area als Top-Tech-Standort
Erstmals in der Geschichte der CBRE-Analyse liegt New York mit 394.300 Tech-Jobs vor der Bay Area — getrieben von KI-Stellen und der Finanzbranche.

Symbolbild · KI-generiert (AI IN LIFE)
Auf einen Blick
- New York: rund 394.300 Tech-Jobs; San Francisco Bay Area: rund 375.730 (CBRE Scoring Tech Talent 2026)
- Erster Spitzenplatz New Yorks in der Geschichte der 13-jährigen CBRE-Analyse
- KI-Rollen: rund ein Drittel aller US-Tech-Stellenausschreibungen, etwa 45 Prozent Wachstum im Jahresvergleich
- Beide Regionen schufen seit Mitte 2025 jeweils über 20.000 KI-Positionen
- Report veröffentlicht am 21. August 2026, berichtet von CNBC und Quartz
Was ist passiert? New York ist laut dem neuen „Scoring Tech Talent“-Report des Immobiliendienstleisters CBRE der größte Tech-Arbeitsmarkt der USA — und verdrängt damit erstmals die San Francisco Bay Area von der Spitze. New York kommt auf rund 394.300 Tech-Jobs, die Bay Area auf etwa 375.730. Über den am 21. August veröffentlichten Report berichteten unter anderem CNBC und Quartz.
Wie historisch ist der Wechsel? CBRE erstellt die Analyse seit 13 Jahren — und laut dem Report ist es „das erste Mal, dass New York die Spitzenposition in der Geschichte der CBRE-Analyse beansprucht“. Die Bay Area war seit Beginn der Auswertung die unangefochtene Nummer eins des US-Tech-Arbeitsmarkts.
Was treibt den Aufstieg New Yorks? Vor allem KI- und Finanzbranchen-Einstellungen: KI-Rollen machen inzwischen rund ein Drittel aller US-Tech-Stellenausschreibungen aus, das Wachstum bei KI-Jobs liegt bei etwa 45 Prozent im Jahresvergleich. Beide Metropolregionen haben seit Mitte 2025 jeweils mehr als 20.000 KI-Positionen aufgebaut — doch New York profitiert zusätzlich von der massiven KI-Nachfrage der Wall Street und der Enterprise-Kundschaft vor Ort.
Heißt das, die Bay Area verliert ihre Bedeutung? Nein. Bei der reinen KI-Ingenieursdichte und den Spitzenlaboren bleibt die Bay Area führend; OpenAI, Anthropic und Google sitzen weiterhin dort. Der CBRE-Befund zeigt eher, dass sich KI-Beschäftigung in die Breite verlagert: in Banken, Versicherungen, Handel und Medien — Branchen, die in New York konzentriert sind.
Was ist die Lehre für europäische Standorte? Tech-Arbeitsmärkte wachsen dort, wo KI auf zahlungskräftige Anwenderbranchen trifft. Für Städte wie Frankfurt, London oder Zürich ist das ein Argument, KI-Talent gezielt an Finanz- und Industriecluster anzudocken, statt nur auf klassische Startup-Ökosysteme zu setzen.
Häufige Fragen
Warum überholt New York ausgerechnet jetzt?
KI-Einstellungen in Finanz-, Medien- und Enterprise-Branchen wachsen schneller als das klassische Software-Cluster der Bay Area — und diese Branchen sind in New York konzentriert.
Ist die Bay Area damit abgehängt?
Nein. Bei KI-Spitzenforschung und Laboren wie OpenAI oder Anthropic bleibt die Bay Area führend; New York gewinnt vor allem in der Anwendungsbreite.
Was bedeutet der Trend für Europa?
KI-Jobs entstehen zunehmend in Anwenderbranchen. Standorte mit starken Finanz- und Industrieclustern können davon überproportional profitieren.


