Preiskrieg: OpenAI macht GPT-5.6 Luna 80 Prozent billiger
0,20 statt 1 Dollar pro Million Input-Tokens: OpenAI senkt die Luna-Preise drastisch – und verschiebt den Wettbewerb von Benchmarks zu Kosten.

Symbolbild · KI-generiert (AI IN LIFE)
Auf einen Blick
- GPT-5.6 Luna: von 1/6 auf 0,20/1,20 $ pro Mio. Input-/Output-Tokens (−80 %)
- GPT-5.6 Terra: von 2,50/15 auf 2/12 $ pro Mio. Tokens (−20 %)
- GPT-5.6 Sol: Preis stabil, neuer Fast Mode mit 2,5-facher Geschwindigkeit
- OpenAI meldet über 1 Milliarde aktive Nutzer, ~50 Mio. zahlende Abos
- 2025: rund 13 Mrd. $ Umsatz bei weiterhin hohen Verlusten
OpenAI hat die API-Preise für GPT-5.6 Luna um 80 Prozent gesenkt: Statt 1 Dollar kostet die Million Input-Tokens nun 0,20 Dollar, Output-Tokens fallen von 6 auf 1,20 Dollar. Auch das größere GPT-5.6 Terra wurde um 20 Prozent günstiger – von 2,50/15 auf 2/12 Dollar pro Million Tokens. Das Topmodell Sol bleibt preisstabil, erhält aber einen „Fast Mode“ mit 2,5-facher Geschwindigkeit zum doppelten Preis.
Finanzchefin Sarah Friar begründet die Senkung mit Effizienzgewinnen: Bessere Intelligenz treibe breitere Adaption, und breitere Adaption trage mehr Investitionen. Zugleich meldete OpenAI, die Marke von einer Milliarde aktiver Nutzer überschritten zu haben – bei zuletzt rund 50 Millionen zahlenden Abonnenten.
Der Kontext ist ein branchenweiter Preiskampf: Chinesische Anbieter wie DeepSeek hatten mit Kampfpreisen Marktanteile gewonnen, ehe DeepSeek die Preise zuletzt selbst deutlich anhob. Beobachter sehen eine Verschiebung des Wettbewerbs – weg von reinen Benchmark-Rekorden, hin zu Kosten pro erledigter Aufgabe.
Für Entwickler und Unternehmen ist die Botschaft eindeutig: Leistungsfähige Modelle werden zur Massenware, die Preise für Standard-Workloads fallen weiter. Offen bleibt, wie lange sich die Anbieter diese Subventionslogik leisten können – OpenAI schrieb 2025 bei 13 Milliarden Dollar Umsatz weiterhin hohe Verluste.
Häufige Fragen
Wie stark wurde GPT-5.6 Luna günstiger?
Um 80 Prozent: auf 0,20 Dollar pro Million Input-Tokens und 1,20 Dollar pro Million Output-Tokens.
Warum senkt OpenAI die Preise?
OpenAI verweist auf Effizienzgewinne; zugleich reagiert das Unternehmen auf den Preisdruck durch chinesische Anbieter wie DeepSeek.
Was bedeutet das für Nutzer?
Standard-KI-Workloads werden deutlich günstiger – der Wettbewerb verlagert sich von Benchmarks zu Kosten pro erledigter Aufgabe.


