GPT-6 Astra kommt in Googles Model Garden
Astra, Sol und Luna sollen in wenigen Wochen in Googles Modellkatalog laufen – bezahlbar über bestehende Cloud-Zusagen.
Kurz gesagt
OpenAI bringt GPT-6 Astra sowie die günstigeren Varianten GPT-6.1 Sol und GPT-6 Luna in den Model Garden von Google Cloud, wo sie laut Ankündigung binnen weniger Wochen allgemein verfügbar sein sollen.
Auf einen Blick
- GPT-6 Astra, GPT-6.1 Sol und GPT-6 Luna kommen in den Model Garden von Google Cloud.
- Beim Token-Preis liegt Sol 5-mal und Luna 100-mal unter Astra.
- Der Model Garden listet laut SiliconANGLE mehr als 200 Modelle von Google, Partnern und Open-Source-Projekten.
- Allgemein verfügbar sollen die Modelle binnen weniger Wochen nach dem 21.10.2026 sein; ein festes Datum fehlt.
- Bestehende langfristige Cloud-Zusagen lassen sich laut OpenAI für den Modellzugang einsetzen.
OpenAI bringt sein Spitzenmodell GPT-6 Astra sowie die kleineren GPT-6.1 Sol und GPT-6 Luna in den Model Garden von Google Cloud. Allgemein verfügbar sollen die drei Modelle laut der Ankündigung vom 21.10.2026 binnen weniger Wochen sein.
Ein Konkurrenzmodell im eigenen Katalog
Der Model Garden ist die Auswahlliste, über die Google-Cloud-Kunden Modelle in ihre Projekte einbinden. Nach Angaben von SiliconANGLE enthält der Katalog bereits mehr als 200 Modelle von Google selbst, von Partnern und aus Open-Source-Projekten. Die drei OpenAI-Systeme stehen damit in derselben Liste wie Googles eigene Gemini-Reihe.
Google-Cloud-Chef Thomas Kurian begründet den Schritt mit der Auswahl für Kunden: Sie sollen für jede Aufgabe das passende Modell nehmen können, was Qualität und Kosten verbessere. Eine Vorzugsstellung für Googles eigene Modelle gibt es in diesem Katalog damit ausdrücklich nicht.
Drei Preisstufen statt eines Spitzenmodells
Astra ist die Spitze, Sol und Luna sind abgespeckte Varianten, die Ausgabequalität gegen Token-Preis tauschen. Pro Token kostet Sol 5-mal weniger als Astra, Luna 100-mal weniger. Absolute Preise für die Nutzung über Google Cloud nennt die Meldung nicht.
Für Astra führt SiliconANGLE zwei Punkte an: einen fehlerfreien Durchlauf des Sicherheits-Benchmarks ExploitBench, der das Finden und Ausnutzen von Schwachstellen prüft, und einen Anteil an mehreren maschinell erzeugten Mathematik-Ergebnissen. Das sind Angaben aus dem Umfeld des Anbieters, keine unabhängig nachgerechneten Messungen.
Bezahlt wird aus dem bestehenden Cloud-Vertrag
Wer bei Google Cloud eine langfristige Ausgabenzusage unterschrieben hat, kann dieses Budget laut OpenAI auch für den Zugang zu den OpenAI-Modellen verwenden. Für Einkauf und Controlling ist das der eigentliche Hebel: kein zweiter Anbietervertrag, kein separater KI-Topf, dieselbe Rechnung. Welche Rabattstufen oder Mindestabnahmen dabei gelten, bleibt ungenannt.
Was wir nicht prüfen konnten
Die Ankündigung von OpenAI spricht zusätzlich von Codex-Abläufen und einer Bereitstellung über den Google Cloud Marketplace. Die zugehörige Seite auf openai.com war bei unserer Prüfung nicht abrufbar (HTTP 403); diese beiden Punkte konnten wir deshalb nicht am Original nachlesen.
Offen bleiben außerdem Startdatum, Preise und Regionen. Für Googles Confidential Compute mit TEE-Speicherverschlüsselung, das Coding-Werkzeug Antigravity und Gemini Agent ist eine Anbindung angekündigt, ausgeliefert ist sie noch nicht.
Häufige Fragen
Welche OpenAI-Modelle kommen in den Model Garden von Google Cloud?
Das Spitzenmodell GPT-6 Astra und die beiden günstigeren Varianten GPT-6.1 Sol und GPT-6 Luna. Allgemein verfügbar sollen sie binnen weniger Wochen nach dem 21.10.2026 sein, ein festes Datum nennt die Meldung nicht.
Was kostet GPT-6 Luna im Vergleich zu GPT-6 Astra?
Pro Token liegt Luna 100-mal unter Astra, Sol 5-mal. Dafür geben beide etwas Ausgabequalität ab. Konkrete Preise pro Million Token sind bislang nicht veröffentlicht.
Kann ich mein bestehendes Google-Cloud-Budget für OpenAI-Modelle nutzen?
Laut OpenAI ja: Kunden mit einer langfristigen Ausgabenzusage bei Google Cloud können diese Zusage auf den Zugang zu den OpenAI-Modellen anrechnen. Bedingungen und Rabattstufen sind nicht öffentlich.