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Herdr sortiert Flotten von Coding-Agenten im Terminal

Der Rust-Multiplexer zeigt in einer Seitenleiste, welcher Agent arbeitet, blockiert ist oder wartet. Omarchy Quattro liefert ihn neben tmux aus.

Herdr sortiert Flotten von Coding-Agenten im Terminal
Symbolbild: Ein in Kacheln geteilter Bildschirm mit farbigen Statuspunkten, daneben tippende Hände und ein Rechner mit blinkenden Leuchten.

Kurz gesagt

Herdr ist ein in Rust geschriebener Terminal-Multiplexer unter Apache-2.0-Lizenz, der mehrere langlebige Agenten-Sitzungen offen hält und je Pane anzeigt, ob der Coding-Agent arbeitet, blockiert ist oder auf eine Eingabe wartet.

Auf einen Blick

  • Herdr ist in Rust geschrieben und steht unter Apache 2.0; veröffentlicht wurde das Projekt im März 2026.
  • Aktuelle stabile Version ist 0.9, erschienen am 7. September 2026; von 0.1 auf 0.8 vergingen weniger als fünf Monate.
  • Fünf Agentenzustände: working, blocked, done, idle, unknown - erkannt per Hook, Plugin oder Terminalausgabe.
  • Omarchy Linux liefert Herdr in der vierten Hauptversion Quattro neben tmux aus; Präfixtaste dort ist Ctrl+Space.
  • Y Combinator nahm das Team in den Herbstjahrgang 2026 auf; der Standard-Deal umfasst 500.000 US-Dollar.

Wer mehrere Coding-Agenten parallel laufen lässt, verliert schnell den Überblick, welche Sitzung gerade rechnet und welche längst auf eine Antwort wartet. Genau dort setzt Herdr an: Der Multiplexer hält langlebige Terminal-Sitzungen offen und markiert je Pane den Zustand des darin laufenden Agenten. Die Angaben stammen aus einem Bericht von heise online vom 11.09.2026; eine zweite, unabhängige Darstellung lag zum Redaktionsschluss nicht vor.

Rust, Apache 2.0, Version 0.9

Das Projekt erschien im März 2026 und stammt von Can Celik, dessen Team in Ankara sitzt. Geschrieben ist der Multiplexer in Rust, die Lizenz ist Apache 2.0. Die aktuelle stabile Ausgabe trägt die Nummer 0.9 und wurde am 7. September 2026 veröffentlicht; von Version 0.1 auf 0.8 vergingen weniger als fünf Monate. Y Combinator hat das Team in den Herbstjahrgang 2026 aufgenommen, dessen Standard-Deal 500.000 US-Dollar je Start-up vorsieht.

Fünf Zustände statt bloßer Fenstertitel

Herdr ordnet Terminals in Workspaces, Tabs und Panes und blendet daneben eine Liste der laufenden Agenten ein. Jeder Eintrag trägt einen von fünf Zuständen: working, blocked, done, idle oder unknown. Erkannt werden sie über Hooks, über Plugins oder über die Auswertung der Terminalausgabe. Ein eigenes Sprachmodell bringt das Werkzeug nicht mit - es startet gewöhnliche Prozesse und beobachtet, was sie ausgeben.

Sitzungen überleben die Trennung

Technisch arbeitet Herdr als Client-Server-Paar mit PTYs unter Unix und ConPTY unter Windows. Bricht die Verbindung ab, laufen die Prozesse weiter; beim erneuten Verbinden stellt das Programm Workspaces, Tabs, Aufteilung und Arbeitsverzeichnisse wieder her. Seit 0.9.0 gibt es eine SSH-Anbindung, bei der mehrere Clients unterschiedliche Workspaces sehen, sich aber dieselbe Agentenliste teilen. Für Automatisierung stehen eine Kommandozeile und eine lokale Socket-API bereit, über die sich Panes verwalten und Status abfragen lassen.

Omarchy Quattro liefert es mit aus

Omarchy Linux hat den Multiplexer in seiner vierten Hauptversion Quattro zusätzlich zu tmux aufgenommen. Die Präfixtaste ist dort Ctrl+Space, angelehnt an die bestehende tmux-Belegung der Distribution. Code beigesteuert hat auch David Heinemeier Hansson, unter anderem für Fenstertitel, das Ändern von Pane-Größen und das Verschieben von Tabs.

Wann tmux die nüchternere Wahl bleibt

Binärpakete gibt es für Linux und macOS (x86-64 und ARM64) sowie für Windows (x86-64), dazu Installationswege über Homebrew, Nix und mise; unter Windows sind einzelne Funktionen eingeschränkt. Für ein oder zwei überschaubare Sitzungen reicht die Kombination aus SSH und tmux weiterhin aus, das seit zwei Jahrzehnten erprobt und breit paketiert ist. Der Nutzen von Herdr steigt erst, wenn mehrere verteilte Agenten gleichzeitig Aufmerksamkeit verlangen. Die Terminal-Historie ist ab Werk abgeschaltet, weil sie Zugangsdaten, Token oder Prompts enthalten kann; der Plugin-Marktplatz wird dem Bericht zufolge nicht kuratiert, Einträge werden automatisch erfasst.

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Häufige Fragen

Was ist Herdr?

Ein freier Terminal-Multiplexer in Rust unter Apache 2.0, der langlebige Sitzungen bündelt und für jeden laufenden Coding-Agenten dessen Zustand anzeigt: working, blocked, done, idle oder unknown.

Ersetzt Herdr tmux?

Nein. Herdr ergänzt tmux um semantische Agentenzustände und Benachrichtigungen. Bei ein bis zwei bekannten Sitzungen bleibt SSH plus tmux die nüchterne Wahl; Herdr zielt auf mehrere verteilte Agenten.

Auf welchen Systemen läuft Herdr und wie installiert man es?

Es gibt Binärpakete für Linux und macOS (x86-64, ARM64) sowie Windows (x86-64), dazu Homebrew, Nix und mise. Unter Windows sind einzelne Funktionen eingeschränkt. Omarchy Quattro liefert Herdr bereits mit.

Quellen

Weitere Berichte