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Muse Spark Open: Metas Rückkehr mit 816 Milliarden

Das offene Modell bringt 42 von 816 Milliarden Parametern pro Token in Bewegung, fasst eine Million Token Kontext – und läuft laut Meta auf zwei Mac Studio.

Muse Spark Open: Metas Rückkehr mit 816 Milliarden
Symbolbild: Zwei gekoppelte Desktop-Recheneinheiten auf einer Werkbank, eine Hand steckt gerade das Verbindungskabel ein, während die Statuslampen aufleuchten.

Kurz gesagt

Meta hat am 15. Oktober 2026 mit Muse Spark Open ein frei herunterladbares Multimodal-Modell veröffentlicht, das 816 Milliarden Parameter umfasst und davon 42 Milliarden pro Token aktiviert.

Auf einen Blick

  • 816 Milliarden Parameter insgesamt, 42 Milliarden aktiv pro Token, Kontextfenster bis zu 1 Million Token.
  • Modalitäten Text, Bild, Video und Audio. Basis ist Muse Spark 1.2 vom August, ergänzt um Safety-Post-Training.
  • JobBench: 61,8 Punkte gegen 31,1 für Inkling und 27,2 für Nemotron 3 Ultra. MCP-Atlas: 89,2 – Bestwert im Vergleichsfeld.
  • Terminal-Bench 2.1 (Coding): 76,4 – hinter Kimi K3 mit 85.
  • Lizenz: kostenlos mit Hinweis „Built with Muse Spark Open“; Hosting-Anbieter über 20 Mio. US-Dollar Umsatz brauchen Zusatzvertrag.

Meta hat am 15. Oktober 2026 mit Muse Spark Open ein frei herunterladbares Multimodal-Modell veröffentlicht, das 816 Milliarden Parameter umfasst und davon 42 Milliarden pro Token aktiviert. Das Kontextfenster reicht bis zu einer Million Token, verarbeitet werden Text, Bild, Video und Audio. Ausgangspunkt war nach Angaben von SiliconANGLE das im August erschienene Muse Spark 1.2, dem Meta anschließend ein Safety-Post-Training nachgeschaltet hat.

Agenten ja, Code mit Abstrichen

Die veröffentlichten Zahlen zeichnen ein ungleiches Bild. Im Agenten-Test JobBench kommt Muse Spark Open auf 61,8 Punkte, deutlich vor Inkling mit 31,1 und Nemotron 3 Ultra mit 27,2. Bei der Werkzeugnutzung in MCP-Atlas erreicht das Modell 89,2 und damit den höchsten Wert im Vergleichsfeld.

Beim Programmieren sieht es anders aus. In Terminal-Bench 2.1 liegt das Modell mit 76,4 hinter Kimi K3, das dort 85 erzielt. The Decoder nennt zusätzlich HLE-Diamond und ZeroBench als Testfelder, beziffert die Ergebnisse dort aber nicht – belastbare Werte zu diesen beiden Benchmarks liegen uns daher nicht vor. Meta selbst ordnet sein Modell in den Kategorien Agentic, Knowledge & Reasoning sowie Multimodal vorn ein und räumt bei Coding-Benchmarks Rückstand ein.

Zwei Desktops statt Rechenzentrum

Das ungewöhnlichste Detail der Veröffentlichung ist der Testaufbau. Meta hat das Modell laut SiliconANGLE außerhalb des Rechenzentrums laufen lassen: auf zwei Mac Studio mit M5-Ultra-Chips, die Apples MLX-Framework zu einem System zusammenschaltet. Jede Maschine bringt 512 GB Unified Memory mit, zusammen also rund ein Terabyte.

Wie schnell dieser Aufbau antwortet, geht aus den vorliegenden Berichten nicht hervor. Auch zur Quantisierung und zum Token-Durchsatz machen beide Quellen keine Angaben. „Läuft lokal“ ist damit zunächst eine Aussage über Platzbedarf, nicht über Geschwindigkeit.

Die Lizenz ist frei, aber nicht grenzenlos

Muse Spark Open steht unter der Muse Model License, die Meta selbst mit „limited commercial terms“ überschreibt. Entwickler, die das Modell anpassen oder in eigene Software einbauen, zahlen nichts. Wer es als gehosteten Dienst verkauft und dabei mehr als 20 Millionen US-Dollar Umsatz in zwölf Monaten erzielt, braucht eine separate Vereinbarung mit Meta. Produkte müssen den Hinweis „Built with Muse Spark Open“ tragen.

Militärische Nutzung und Einsätze in kritischer Infrastruktur sind untersagt. Die Gewichte liegen auf Hugging Face; als weitere Bezugswege nennt SiliconANGLE Groq, Fireworks AI, AWS, Google und Microsoft.

Einordnung

Meta beschreibt Muse Spark Open als das leistungsfähigste Open-Weight-Modell, das bisher aus einem US-Labor gekommen sei. Das ist eine Herstelleraussage, kein unabhängiges Messergebnis – und die Vergleichsgruppe erklärt die Einschränkung auf die USA: Qwen 3.8, GLM 5.3 und Kimi K3 kommen aus China. Gegen die eigenen kostenpflichtigen Muse-Wonder-Full-Modelle bleibt das offene Modell nach Darstellung von The Decoder klar zurück, ohne dass dazu Zahlen genannt werden.

Offen bleibt, ob Meta daraus eine Modellreihe macht, wie sich die Lizenz zu etablierten Open-Source-Definitionen verhält und wie stark die Coding-Lücke zu Kimi K3 in der Praxis wiegt. Für Teams, die lange Agentenläufe auf eigener Hardware fahren wollen, ist die Hardware-Angabe der konkreteste Teil der Ankündigung.

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Häufige Fragen

Wie viele Parameter hat Muse Spark Open?

816 Milliarden insgesamt, davon 42 Milliarden aktiv pro Token. Das Kontextfenster reicht bis zu einer Million Token, verarbeitet werden Text, Bild, Video und Audio.

Darf ich Muse Spark Open kommerziell einsetzen?

Ja, kostenlos und mit dem Hinweis „Built with Muse Spark Open“. Wer das Modell als gehosteten Dienst mit über 20 Millionen US-Dollar Umsatz in zwölf Monaten verkauft, braucht einen separaten Vertrag mit Meta. Militär und kritische Infrastruktur sind ausgeschlossen.

Welche Hardware braucht Muse Spark Open lokal?

Meta hat das Modell auf zwei Mac Studio mit M5-Ultra-Chips getestet, je 512 GB Unified Memory, über Apples MLX-Framework zu einem System verbunden. Angaben zum Durchsatz fehlen in beiden Quellen.

Quellen

Weitere Berichte