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Docker Cloud Sandboxes: Coding-Agenten laufen 24 Stunden

Cloud-Sandboxes verlagern lange Agentenläufe vom Notebook in Dockers MicroVMs: ab 0,07 US-Dollar pro Stunde, Laufzeit bis 24 Stunden.

Docker Cloud Sandboxes: Coding-Agenten laufen 24 Stunden
Symbolbild: Eine Hand drückt den Laptopdeckel zu, während direkt dahinter die Statusleuchten eines kleinen Rechenmoduls weiterpulsieren.

Kurz gesagt

Docker bietet seine Agenten-Sandboxes jetzt auch als Cloud-MicroVMs an, sodass ein Coding-Agent nach dem Zuklappen des Laptops bis zu 24 Stunden weiterarbeitet.

Auf einen Blick

  • Ankündigung am 26.09.2026: Docker-Sandboxes für Coding-Agenten laufen auf Wunsch in der Cloud statt auf dem Entwicklerrechner.
  • Standardgröße: zwei vCPUs, 4 GByte RAM, 0,14 US-Dollar pro Stunde; das Preisband reicht von 0,07 bis 1,12 US-Dollar pro Stunde.
  • Voraussetzung: sbx ab Version 0.45.1 und ein nutzungsabhängiger Tarif; lokale Sandboxes bleiben kostenlos.
  • Laufzeit standardmäßig eine Stunde, einstellbar bis 24 Stunden; pausierte Sandboxes kosten nichts, abgerechnet wird sekundengenau.
  • Vorkonfigurierte Kits gibt es unter anderem für Claude Code, Codex und Copilot; Kits v3 liegen als gewöhnliche OCI-Images vor.

Docker hat am 26.09.2026 Cloud Sandboxes vorgestellt: Die Sandbox, in der ein Coding-Agent bisher lokal arbeitete, läuft damit auf Dockers Infrastruktur weiter – auch wenn der Laptop zu ist. Am Isolationsmodell ändert sich nichts, jeder Agent sitzt in einer eigenen MicroVM mit eigenem Kernel und eigenem Docker-Daemon. Neu ist der Ort, nicht die Abstraktion.

Ein Kommando verschiebt die Arbeit

Ein laufendes Projekt wandert mit sbx move my-project --to cloud auf die andere Seite, ein Start in der Cloud geht direkt über sbx --cloud run codex. Migriert wird dabei kein laufender Prozess: Docker sichert das Dateisystem der Sandbox und baut es am Ziel neu auf. Für einen Agenten, der Dateien schreibt und Tests anstößt, dürfte das meist genügen; ein halb fertiger Kompilierlauf beginnt nach dem Umzug aber von vorn. Cloud-Sandboxes erreichen außerdem keine lokalen Pfade und keine Hardware des eigenen Rechners.

Was eine Agentenstunde kostet

Die Standardgröße mit zwei vCPUs und 4 GByte Arbeitsspeicher kostet laut Ankündigung 0,14 US-Dollar pro Stunde, das gesamte Größenband reicht von 0,07 bis 1,12 US-Dollar pro Stunde. Abgerechnet wird sekundengenau, pausierte Sandboxes kosten nichts, lokal bleibt das Werkzeug gratis. Voraussetzung sind die CLI sbx ab Version 0.45.1 und ein nutzungsabhängiger Tarif auf einem Personal- oder Pro-Konto. Standardlaufzeit ist eine Stunde und lässt sich auf bis zu 24 Stunden setzen – danach werden pausierbare Sandboxes angehalten, die übrigen gelöscht.

Wofür Docker das baut

Dockers eigenes Argument: Solange Agenten in kurzen Schüben arbeiteten, ging die Frage an das Modell, ob es eine Aufgabe zusammenhält; arbeiten sie stundenlang, geht sie an den Ort, an dem diese Stunden ablaufen. Als Bild nennt das Unternehmen ein Dutzend Agenten gleichzeitig, jeweils fünf, zehn oder 21 Stunden, ohne dass jemand zusieht. Florin Lungu von der Deutschen Bank wird mit dem Hinweis zitiert, sicheres autonomes Coding in MicroVM-Umgebungen mache die eigenen Abläufe flexibler. Parallel hat Docker die Kit-Spezifikation auf v3 gehoben: Kits sind kein separates Artefakt mehr, sondern OCI-Images, die sich bauen und pullen lassen wie andere Container-Images.

Isolation ist keine Berechtigung

Zugriffe auf MCP-Server laufen über ein Gateway mit Netzwerkregeln, Zugangsdaten und Tokens werden per Proxy eingespeist, ohne dass der Agent die Werte selbst sieht. Docker schreibt dazu, das ersetze keine Prüfung der Rechte, die an angebundene Dienste vergeben wurden. Sicherheitsforscher haben genau hier den offenen Punkt markiert: Eine Sandbox hält den Agenten im Kasten, nicht die externen Dienste, die er von dort aus legitim erreichen darf.

Was offen bleibt

Beide gelesenen Berichte nennen über die Ankündigung hinaus keinen Termin für eine allgemeine Verfügbarkeit, keine Obergrenze für parallele Cloud-Sandboxes pro Konto und keine Euro-Preise – die Beträge stehen in US-Dollar. Auch zu Rechenzentrumsstandorten und zum Verbleib von Quellcode in einer Cloud-Sandbox fanden sich in diesen Quellen keine Angaben. Wer Code unter strengen Auflagen hält, sollte das vor dem ersten Lauf mit --cloud klären.

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Häufige Fragen

Was kosten Docker Cloud Sandboxes?

Die Standardgröße mit zwei vCPUs und 4 GByte RAM kostet 0,14 US-Dollar pro Stunde, die angebotenen Größen liegen zwischen 0,07 und 1,12 US-Dollar pro Stunde. Abgerechnet wird sekundengenau, pausierte Sandboxes kosten nichts, lokale Sandboxes bleiben kostenlos.

Welche sbx-Version brauche ich für Cloud-Sandboxes?

Laut Ankündigung mindestens sbx 0.45.1, zusätzlich ein nutzungsabhängiger Tarif auf einem Docker-Personal- oder Pro-Konto.

Kann ich eine laufende Sandbox vom Laptop in die Cloud verschieben?

Ja, über <em>sbx move my-project --to cloud</em>. Dabei wird das Dateisystem gesichert und am Ziel neu aufgebaut; ein laufender Prozess wird nicht live migriert, und auf lokale Pfade oder Hardware greift die Cloud-Sandbox nicht zu.

Wie lange darf ein Agent in einer Cloud-Sandbox arbeiten?

Standardmäßig eine Stunde, maximal 24 Stunden. Läuft die Zeit ab, werden pausierbare Sandboxes angehalten, alle anderen gelöscht.

Quellen

Weitere Berichte